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Seit einigen Wochen werden die Inhalte der Gelben Säcke besonders intensiv kontrolliert. Dabei hat sich gezeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger immer noch nicht zugelassene Verpackungen in die Gelben Säcke einfüllen. Die Folge: die Säcke bleiben bei der Abfuhr liegen.

Seit Oktober 1992 werden Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Blech und Verbundstoffen im Landkreis Bernkastel-Wittlich im Auftrag der Duales System Deutschland (DSD) GmbH eingesammelt. Zur Zeit übernimmt die Firma AWU Bitburg-Prüm, Tel.: 06569/96700 diesen Auftrag. Somit ist die Firma AWU für die Kontrolle und Abfuhr der Gelben Säcke verantwortlich.

Die Kosten für die Gelbe Sack - Sammlung trägt die Verpackungsindustrie. Diese gibt die Kosten über den Produktpreis an den Käufer weiter. Dessen Aufgabe ist die Entsorgung der Verpackung über die Gelben Säcke. Diese Kosten sind nicht in den kommunalen Abfallgebühren enthalten. Wirft der Käufer die Verpackungen in die Mülltonne, zahlt er doppelt.

Die im Landkreis Bernkastel-Wittlich eingesammelten Gelben Säcke werden in der Sortieranlage der ART GmbH in Trier maschinell und per Hand sortiert. Die aussortierten verwertbaren Verpackungsmaterialien werden gepresst und anschließend zu den vom Dualen System anerkannten Verwertungsunternehmen transportiert.

Was darf in den Gelben Sack eingefüllt werden?

Leere Metallverpackungen mit dem Grünen Punkt: Konservendosen, Getränkedosen, Tuben, Verschlüsse, Aluschalen, Aludeckel, Alufolien, Spraydosen.

Leere Kunststoffverpackungen mit dem Grünen Punkt: Folien, Tragetaschen, Beutel, Einwickelfolie, Plastikflaschen von Spül-, Wasch- und Körperpflegeprodukten, Becher und Tuben, Eimer von Dispersionsfarben, Grableuchten, Schaumstoffverpackungen von Obst und Gemüse.

Leere Verbundstoffverpackungen mit dem Grünen Punkt, zum Beispiel Getränke- und Milchkartons.

Verpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundstoffen mit dem Grünen Punkt können zusammen in einem Sack gesammelt werden. Die Verpackungen müssen leer sein. Aus hygienischen Gründen sollten geruchsintensive Verpackungen (zum Beispiel Fischkonserven) im Spülwasser kurz durchgespült werden. Leere Spraydosen und Farbeimer mit dem Grünen Punkt können ebenfalls in den Gelben Sack gefüllt werden. Andere Spraydosen müssen über die Problemabfallsammlung entsorgt werden.

Was darf nicht in den Gelben Sack?

In die Säcke dürfen kein Papier, Verpackungen aus Pappe oder Glas, verpackungsfremde Kunststoffe oder Gebrauchsgegenstände, wie zum Beispiel Kinderspielzeug oder Kleiderbügel eingefüllt werden. Dies gilt auch, wenn Glas oder Pappe mit dem Grünen Punkt gekennzeichnet sind. Diese Verpackungen müssen über die Altpapiersammlung oder über die Altglassammlung verwertet werden. In die Säcke dürfen keine teilgefüllten oder volle Verpackungen oder Sonderabfall (zum Beispiel Lackspraydosen) eingefüllt werden.

Problematisch ist manchmal die Abgrenzung von zugelassenen Verpackungen. Kunststoffe, die als Verpackung in den Wirtschaftskreislauf gebracht werden (z.B.: Wickelfolien, z. B. um Flaschenpaletten, Säcke mit Mineraldünger oder große Kunststoffbehälter und Eimer) müssen gemäß der Verpackungsverordnung grundsätzlich von dem Hersteller bzw. Vertreiber/Verkäufer des Produktes kostenfrei zurückgenommen werden. Oftmals haben die Hersteller Verträge mit Entsorgungsfirmen über die Einsammlung geschlossen. Beim Kauf oder spätestens bei der Lieferung des Produktes sollten daher die Rückgabemodalitäten geklärt werden.

Landwirtschaftliche Folien und Kunststoffbänder, zum Beispiel Pflanzfolien, Silofolien, Rundballenfolien, Heuballennetze, Abdeckfolien und Kunststoffschnüre fallen nicht unter die Verpackungsverordnung und dürfen auch nicht in die Gelben Säcke eingefüllt werden.. Solche Kunststoffe sind, wenn sie nicht mehr nutzbar sind, geordnet zu entsorgen. In der Regel sind solche Abfälle als Restmüll der Deponie Mertesdorf oder einem darauf ausgerichteten Entsorgungsunternehmen kostenpflichtig zu überlassen. Kleinmengen können über die eigenen Hausmülltonnen entsorgt werden.

Wenn Gelbe Säcke benötigt werden, können diese kostenlos von der Firma AWU Bitburg-Prüm, Tel.: 06569/96700, angefordert werden. Das Sammelpersonal wird daraufhin eine Rolle der Gelben Säcke bereitlegen. Gelbe Säcke sind auch bei den Verbandsgemeindeverwaltungen des Landkreises, der Stadtverwaltung Wittlich, der Gemeindeverwaltung Morbach und der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich erhältlich.