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In Rheinland-Pfalz ist seit Mai 2016 die Impfung gegen BTV 4 und 8 aufgrund der Vorkommen der Blauzungenkrankheit in Nachbarländern genehmigt und empfohlen. Im Mai 2019 sind die letzten Fälle der Blauzungenkrankheit in Deutschland aufgetreten. Nachdem die Blauzungenkrankheit im Dezember 2018 in Baden-Württemberg sowie im Januar und November 2019 in Rheinland-Pfalz und dem Saarland ausgebrochen ist, werden die Impfungen gegen BTV 4 und BTV 8 in Rheinland-Pfalz ab dem 11. November 2019 bis zum 30.06.2021 finanziell gefördert.

Mit welchen Schwierigkeiten und finanziellen Einbußen dies vor allem bei der Kälbervermarktung verbunden ist, haben die meisten viehhaltenden Betriebe bereits leidvoll erfahren. Die Impfung gegen die Krankheit ist die einzige Möglichkeit, seinen Rinder-, Schaf- oder Ziegenbestand sicher gegen die Erkrankung, wenn sie dann wieder auftritt, zu schützen.

Auch der Handel von Tieren aus dem Restriktionsgebiet heraus ist von der Impfung abhängig. Ab dem 11. November 2019 gibt es eine finanzielle Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz und der Tierseuchenkasse zur Impfung von Rindern, Schafen und Ziegen.

Geimpft werden kann sowohl gegen BT-Typ 8 als auch gegen Typ 4. Für Rinder beträgt die Beihilfe 1,50 Euro pro Impfung pro Virustyp. Das Land trägt von der Beihilfe 0,80 Euro, die Tierseuchenkasse 0,70 Euro pro Impfung. Für Schafe und Ziegen beträgt die Beihilfe 1,00 Euro pro Impfung (0,60 Euro Land/ 0,40 Euro TSK).

Der Zuschuss ist unabhängig davon, ob es sich um Erstimpfungen oder Nachimpfungen handelt. Allerdings können keine Impfungen rückwirkend bezuschusst werden. Das Beihilfeprogramm startet am 11. November 2019.

Damit die Impfungen für die Verwaltungen nachvollziehbar sind und eine Abrechnung mit den Tierärzten erfolgen kann, müssen sie in HIT dokumentiert werden. Die Abrechnung wird dann durch die Tierseuchenkasse Rheinland-Pfalz durchgeführt. Detaillierte Informationen, auch zu beihilferechtlichen Fragen, gehen aus einer Förderrichtlinie hervor, die das Land aktuell erlassen hat.

Der Tierhalter muss nur ein Formular für seinen Impftierarzt unterschreiben, damit dieser den Beihilfeantrag für ihn stellen darf. Die Beihilfe darf nach Vorschriften der EU ohnehin nur an die Tierarztpraxis ausgezahlt werden. Die Praxis kann dann den zu erwartenden Beihilfebetrag sofort von der Rechnung abziehen oder nach Erhalt an den Tierhalter zurückerstatten. Zahlungsvoraussetzungen sind noch, dass die Impfungen ins HI-Tier eingetragen werden und dass die Tierseuchenkassenbeiträge bezahlt sind.

Die Antragstellung erfolgt durch die Tierarztpraxis auf einfache Art und Weise über eine Internetplattform.