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Der Erste Kreisbeigeordnete Alexander Licht, MdL, hat heute in Vertretung von Landrätin Läsch-Weber gemeinsam mit Landrat Schartz in Schreiben an die Landes- und Bundesregierung die umfassende Sicherheitsüberprüfung des Kernkraftwerks Cattenom und der hierzu notwendigen Abschaltung gefordert.

 

Vor dem Hintergrund der immer bedrohlicheren Atom-Katastrophe in Japan und der von der Bundesregierung angekündigten umfassenden Sicherheitsüberprüfung aller deutschen Atomkraftwerke hat sich der 1. Kreisbeigeordnete Licht der Initiative von Landrat Günther Schartz angeschlossen, dies auch für das nur gut 60 Kilometer von der Grenze des Landkreises Bernkastel-Wittlich entfernt liegende französische Kernkraftwerk Cattenom zu fordern. „Die südwestliche Lage des Kernkraftwerkes führe dazu, dass bei Störfällen im größten westeuropäischen Kernkraftwerk aufgrund der Hauptwindrichtung Südwest die Schäden insbesondere in der Region Trier eintreten. Dies betreffe sowohl die durch Wind verteilten Schadstoffe als auch alle möglichen Schadstoffeinträge über Wasser wegen der Flussrichtung der Mosel“, so der Kreisbeigeordnete.

 

Vor dem Hintergrund der immer wieder auftretenden Störfälle in Cattenom fordern die beiden Behördenvertreter kurzfristig die umfassende Sicherheitsprüfung der vier Blöcke des Kernkraftwerks und der hierzu notwendigen Abschaltung. Es könne nicht sein, dass nun in Deutschland ältere Kernkraftwerke vom Netz genommen würden und im Nachbarland weiter verfahren werde, als sei nichts geschehen. Auch der EU-Energiekommissar Oettinger habe am 14. März von der Notwendigkeit einer einheitlichen europäischen Reaktion auf die Ereignisse in Japan gesprochen. Nationale Initiativen wie in Deutschland seien zu begrüßen, doch verlangten die Menschen in der Region Trier dies auch von den französischen Nachbarn.

Der Kreistag Bernkastel-Wittlich hatte ebenso wie der Kreistag Trier-Saarburg zuletzt im Jahre 2003 im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens der Betreiberfirma Electrite´de France in einer Resolution sich gegen den Ausbau und Veränderungen der Sicherheitsstandards gewandt und die Absenkung auf deutsche Grenzwerte mit einer geringstmöglichen Belastung der Mosel und des Moseltales gefordert.