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Im Dezember vergangenen Jahres beschloss der  Kreistag, eine Teilhabeplanung als Steuerungsunterstützung für die Kommune im Bereich der Leistungen für Menschen mit Behinderungen durchzuführen. In einer Auftaktveranstaltung am 1. April soll das Projekt nun einem großen Kreis direkt und indirekt Betroffener vorgestellt werden.

Der Landkreis Bernkastel-Wittlich verfolgt seit Jahren das Ziel, Menschen mit Behinderungen in allen Bereichen noch besser zu integrieren. So gibt es seit  2005 auf Landkreisebene den „Beirat für Menschen mit Behinderungen“, der die Belange Betroffener auf kommunaler Ebene vertritt. Im Dezember vergangenen Jahres beschloss der  Kreistag, mit Hilfe des Sozialplanungsbüros „transfer – Unternehmen für soziale Innovation“, eine Teilhabeplanung als Steuerungsunterstützung für die Kommune im Bereich der Leistungen für Menschen mit Behinderungen durchzuführen. Die Leitfragen des Projekts sind: Wie können Menschen mit Behinderungen im Kreis größtmögliche Teilhabe und Selbstbestimmung in all ihren Belangen -  vielleicht auch mit Unterstützung anderer – erreichen? Welche Ziele sind für die Betroffenen wichtig? Wie ist die Ausgangssituation im Kreis, welche Hindernisse, aber auch welche bereits bestehenden Angebote und Unterstützungsleistungen gibt es, um Integration zu verbessern und Inklusion zu erreichen?

„Bei diesem Projekt wird besonderer Wert auf die Einbeziehung und Beteiligung der Betroffenen gelegt“, betont Landrätin Beate Läsch-Weber und weist darauf hin, dass eine erfolgreiche Teilhabeplanung nur mit den betroffenen Menschen gelingen kann. In einer Auftaktveranstaltung am 1. April soll das Projekt nun einem großen Kreis direkt und indirekt Betroffener vorgestellt werden. Ziel ist dabei, die „Experten in eigener Sache“ für die Mitarbeit zu gewinnen.
Eingeladen sind neben den bereits mit den Fragen zur Versorgungssituation beschäftigten Gremien und Beiräten auch die Leiter und Elternvertreter/innen der Schulen mit Förderschwerpunkten und der integrierten Kindergärten sowie die Heimbeiräte der Wohnheime beziehungsweise Werkstattbeiräte der Werkstatt für behinderte Menschen sowie die im Kreis tätigen Selbsthilfegruppen und ehrenamtlichen Kräfte. Interessierte Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sich im Vorfeld bei transfer, Frau Büch, Tel. 06571-1499771, E-Mail: eva.maria-buech[at]transfer-net.de anzumelden.

In verschiedenen Arbeitskreisen, zum Beispiel zu den Themen Frühförderung, Schulen, Wohnen, Arbeit, Selbsthilfe haben die Angesprochenen die Möglichkeit, ihre Bedarfe konkret zu benennen und die Verwirklichung einer umfassenden Teilhabeplanung mit zu erarbeiten.  Im Verlauf des Projekts sind weitere Workshops sowie eine Zukunftskonferenz mit allen interessierten Akteuren geplant. Landrätin Beate Läsch-Weber wird die Auftaktveranstaltung eröffnen, eingeladen ist auch der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Ottmar Miles-Paul.
An der Mitwirkung interessierte  Betroffene können sich auch direkt über das Projekt informieren bei transfer, Frau Büch, Tel. 06571-1499771, E-Mail: eva.maria-buech[at]transfer-net.de.