Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Landrat Joachim Streit, der Erste Kreisbeigeordnete Alexander Licht, MdL, der zukünftige Landrat Gregor Eibes, Landrat Günther Schartz, die Bürgermeister Joachim Rodenkirch und Christoph Holkenbrink (von links) sowie Ortsbürgermeister Alfons Kuhnen (nicht im Bild) forderten in Platten den sofortigen uneingeschränkten Weiterbau der B 50 neu mit Hochmoselübergang.

Die Landräte und Bürgermeister sind sich einig: Die Region braucht das Verkehrsprojekt B 50 neu mit Hochmoselübergang. Unisono sprachen sich in einem Pressegespräch in Platten Alexander Licht, MdL, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Bernkastel-Wittlich, Günther Schartz, Landrat des Landkreises Trier-Saarburg, Joachim Streit, Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm, Christoph Holkenbrink, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, Joachim Rodenkirch, Bürgermeister der Stadt Wittlich, Gregor Eibes, Bürgermeister der Gemeinde Morbach und künftiger Landrat des Landkreises Bernkastel-Wittlich, und Alfons Kuhnen, Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Platten, für die sofortige Aufhebung des Vergabestopps und die schnellstmögliche Fertigstellung der B 50 neu mit Hochmoselübergang aus.

„Der Bau der B 50 neu mit Hochmoselbrücke muss entsprechend der Beschlusslage des Kreistages Bernkastel-Wittlich schnellstmöglich und ohne Unterbrechungen fortgeführt werden“, fordert der Erste Kreisbeigeordnete Alexander Licht, MdL. Der Kreistag habe zuletzt am 28.06.2010 seine Resolution zum Bau und der Bedeutung der B 50 neu mit Hochmoselübergang aus dem Jahre 2002 bekräftigt, mit der Erwartung, dass diese auch für den Landkreis Bernkastel-Wittlich sehr wichtige Verkehrsinfrastrukturmaßnahme weiterhin zügig umgesetzt wird. Auch habe sich der Kreistag für einen zeitnahen vierstreifigen Ausbau der verbleibenden B 50 von Longkamp bis zur Anschlussstelle Flughafen Hahn sowie eine vertretbare Lösung zur Lenkung des sogenannten „langsam fahrenden Verkehrs“ eingesetzt.

„Die Unterbrechung von Bauarbeiten und das Aussetzen vergebener Aufträge aus rein politisch atmosphärischen Gründen durch die amtierende Landesregierung ist ein einmaliger Vorgang, der nicht hinnehmbar ist. Er greift massiv in Planung, Auftragsabwicklung und Beschäftigung privatwirtschaftlicher Unternehmen“, so Licht.

Dem schlossen sich die Landräte Günther Schartz und Joachim Streit an. Streit betonte besonders, dass zahlreiche Ansiedlungen von Gewerbebetrieben entlang der A 60 im Vertrauen auf die Verkehrsplanung erfolgt seien. Verkehrswege dürften daher nicht als  Spielball benutzt werden. Auch Landrat Günther Schartz fand deutliche Worte. „So kann man mit der Region Trier nicht umgehen“, kommentierte er das widersprüchliche Handeln der Landesregierung. Vor kurzem habe das Wirtschaftsministerium noch davon gesprochen, dass in der Mitte des Landes ein weißer Fleck in den Verkehrsverbindungen herrsche und mit dem Hochmoselübergang auch der ländliche Raum Perspektiven erhalten solle. Nach Meinung von Schartz habe sich an dieser Einschätzung nichts geändert. Vor allem die SPD als Verhandlungspartner in den Koalitionsrunden müsse sich fragen lassen, warum man jetzt binnen Tagen die Meinung ändern wolle und sogar noch das Risiko eingehe, dass der B 50-Neubau über den Hunsrück zu einem millionenschweren „Torso“ verkomme, so dann auch dem Flughafen Hahn und anderen Infrastrukturprojekten des Hunsrücks nachhaltigen Schaden zufüge.

Der Kreistag Bernkastel- Wittlich hat bereits in seiner Resolution zum Bau der B 50 neu im Jahre 2002 darauf verwiesen, dass der Streckenabschnitt nicht nur als Lückenschluss im Fernstraßennetz sondern auch für die innere Erschließung des Landkreises unverzichtbar ist. Die B 50 neu sichere die notwendige Entlastung der Moseltalgemeinden und Gemeinden um Wittlich vom Durchgangsverkehr und trage dem hohen, Arbeitsplatz relevanten Mobilitätsbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Rechnung. Viele Unternehmen im Landkreis und in der Region hätten ihre Planungen auf die Verkehrsachse A 60/B 50 neu ausgerichtet. Die erfolgreiche Ansiedlung neuer Unternehmen sei in hohem Maße von dem kurzfristigen Bau der B 50 abhängig.

Die so im Wittlicher Tal drohende Sackgasse auf der angestrebten Verkehrsachse von dem BeNeLux-Raum in das Rhein-Main-Gebiet würde zudem die bereits in vielfacher Millionenhöhe getätigten Investitionen in diese europäische Verkehrsachse in Frage stellen.

Die Wichtigkeit der Verkehrserschließung stellten auch die Bürgermeister Holkenbrink und Rodenkirch heraus. Nur durch die gute Verkehrsinfrastruktur habe sich die Stadt Wittlich so entwickeln können, erklärte Rodenkirch. Insofern sei es von höchstem Interesse, dass auch das Verkehrsprojekt B 50 neu mit Hochmoselübergang abgeschlossen würde. Holkenbrink verwies auf die im Verbandsgemeinderat Wittlich-Land kürzlich von allen Fraktionen einstimmig beschlossene Resolution, in der an die Verhandlungspartner der Koalitionsrunden von SPD und der Partei Bündnis 90/Die Grünen appelliert werde, das Projekt „Hochmoselübergang“ nicht in Frage zu stellen und eine zügige Fertigstellung zu gewährleisten. Alles andere wäre nicht zu vertreten und ein fatales Signal für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Die Resolution des Gemeinderates der Ortsgemeinde Platten führte Ortsbürgermeister Alfons Kuhnen an. Denn gerade für Platten würde eine Beendigung des Projekts am Kreisel im Wittlicher Tal zu einer enormen Verkehrsbelastung führen. Tausende zusätzliche Fahrzeuge am Tag neben der schon vorhandenen unerträglichen Belastung für die Bürgerinnen und Bürger der Ortsgemeinde wären die Folge. Ein Ohr am Bürger hatte auch der Bürgermeister und künftige Landrat Gregor Eibes. Menschen und Unternehmer seien besorgt und würden dringend auf die Umsetzung des Verkehrsprojekts warten. Es sei ein Skandal, Menschen und Unternehmen zu verunsichern, um Stimmungspflege zu betreiben, so Eibes.