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Ein Bündel Altpapier.

Jedes Bündel Altpapier hilft die Abfallgebühren zu senken.

Die Nachricht, dass die ALBA Nordbaden GmbH im Landkreis Bernkastel-Wittlich auf eigenen Gewinn Papier sammeln will, bewegt die Bürgerinnen und Bürger. Einige Rückmeldungen gehen bei der Kreisverwaltung ein, die da lauten: „Wann stellt der Landkreis kommunale Papiertonnen zur Verfügung?“; „Für eine weitere Tonne habe ich keinen Platz“; „Mir sind niedrige Abfallgebühren wichtig“; „Wo gehen denn die Papierverwertungserlöse des Landkreises hin?“
Der Betrieb Abfallwirtschaft ist eine eigenständige kostenrechnende Einrichtung des Kreises. Der Kreistag hat im Rahmen der Etat-Sitzung im Dezember 2007 auch den Wirtschaftsplan des Betriebes Abfallwirtschaft für das Jahr 2008 beschlossen. Der Landkreis Bernkastel-Wittlich und der Betrieb Abfallwirtschaft führen getrennte Konten. Einnahmen, die der Betrieb Abfallwirtschaft erzielt, werden nicht zur Finanzierung von Ausgaben des Landkreises verwendet. Ebenso finanziert der Landkreis nicht die Ausgaben des Betriebes Abfallwirtschaft. „Der Ansatz für Erlöse aus der Papierverwertung nach Abzug der Kosten für die Altpapiersammlung beziffert sich auf 250 000 Euro. Dieser Betrag wird zur Deckung anderer Kosten der Abfallwirtschaft verwendet“, erläutert Ute Braun, Leiterin des Betriebes Abfallwirtschaft. Sie macht dies an folgendem Beispiel deutlich: „Pro Jahr liefert der Landkreis Bernkastel-Wittlich rund 21 000 Tonnen Abfälle zur Behandlungsanlage nach Mertesdorf. Die Aufwendungen für die Abfallbehandlung in Mertesdorf beziffern sich in 2008 laut Wirtschaftsplan auf 2 856 000 Euro. Dies entspricht Behandlungskosten von 136 Euro pro Tonne, welche durch die Abfallgebühren zu finanzieren wären. Dank der 250 000 Euro Erlöse aus der Papiersammlung müssen aber nur 2 606 000 Euro für die Restabfallbehandlung und damit nur 124,10 Euro pro Tonne auf die Abfallgebührenzahler umgelegt werden.“ Landrätin Läsch-Weber ergänzt: „Damit kommen also die Papierverwertungserlöse allen Bürgerinnen und Bürgern direkt zu Gute. Hätten wir nicht entsprechende Einnahmen aus dem Verkauf des Altpapiers, wären die zu zahlenden Abfallgebühren höher.“ Deshalb appelliert die Landrätin nochmals an die Bürgerinnen und Bürger, auch künftig das Altpapier zur Sammlung des Landkreises Bernkastel-Wittlich und nicht bei gewerblichen Sammlungen mitzugeben.
Ute Braun steht gerne als Ansprechpartnerin zur Verfügung, Tel.: 06571/14239, E-Mail: Ute.Braun[at]Bernkastel-Wittlich.de.