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Landrätin Beate Läsch-Weber gemeinsam mit den Integrationsbeauftragten in Rheinland-Pfalz im Wittlicher Kreishaus.

Landrätin Beate Läsch-Weber war Gastgeberin des Jahrestreffens der Integrationsbeauftragten in Rheinland-Pfalz, das auf Einladung der Beauftragten der Landesregierung für Migration und Integration Maria Weber im Wittlicher Kreishaus stattgefunden hat.

Anfang März war Landrätin Beate Läsch-Weber Gastgeberin des diesjährigen Treffens der  kommunalen Ausländer- und Integrationsbeauftragten in Rheinland-Pfalz. Auf Einladung der Beauftragten der Landesregierung für Migration und Integration Maria Weber waren zwanzig Integrationsbeauftragte aus ganz Rheinland-Pfalz in die Kreisverwaltung nach Wittlich gekommen, um sich zu informieren, Erfahrungen auszutauschen und Anregungen für die Integrationsarbeit vor Ort zu erhalten.

Landrätin Läsch-Weber freute sich über die Gastgeberrolle und machte in ihrer Begrüßung deutlich, wie wichtig ihr das Thema Integration ist. „In der Integration der bei uns lebenden Menschen mit Migrationshintergrund sehe ich eine riesige Herausforderung und zugleich eine große Chance. Denn die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft hängt davon ab“, so die Landrätin. Unter Bezugnahme auf den großen Sohn des Landkreises, Nikolaus von Kues, der bereits im 15. Jahrhundert den Grundsatz der Einheit in der Vielfalt formuliert und philosophisch abgeleitet hat, rief die Landrätin dazu auf, diesem Grundsatz bei allen Integrationsbemühungen Raum zu geben. „Einheit in der Vielfalt ist ein gutes Fundament für eine gelingende Integration“, so die Überzeugung der Landrätin.

Anschließend informierte der Integrationsbeauftragte des Landkreises Dr. Pascal Schleder über die Integrationsaktivitäten des Landkreises und das aktuelle Projekt zur Chancengleichheit auf dem Bildungssektor. Dr. Schleder leitet den Geschäftsbereich Soziales der Kreisverwaltung und nimmt seit Oktober des Jahres 2007 die Aufgabe als Integrationsbeauftragter des Landkreises Bernkastel-Wittlich als Querschnittsaufgabe für alle Bereiche der Kreisverwaltung wahr. Zu dem aktuellen Integrationsprojekt erklärte er: „Wir wollen mit unserem sogenannten Multiplikatorenprojekt parallel zur Erstellung eines strategischen Gesamtkonzeptes zur Chancengleichheit auf dem Bildungssektor beitragen.“ Das Projekt basiert auf der Feststellung, dass Informationsdefizite auf Seiten der Eltern bezüglich des deutschen Bildungssystems, der unterschiedlichen Bildungsgänge und im Hinblick auf den Wechsel von der Schule zur Berufsausbildung häufig der Grund dafür sind, warum Jugendliche mit Migrationshintergrund die ihnen zur Verfügung stehenden Chancen nicht kennen und daher auch nicht nutzen können. „Unser Multiplikatorenprojekt“, erklärte der Integrationsbeauftragte des Landkreises, „soll Eltern durch Information und Beratung befähigen, ihre Kinder auf ihrem Bildungs- und Ausbildungsweg besser zu begleiten.“ Die Informationen werden den Eltern in ihrer Muttersprache von sogenannten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren vermittelt. Dr. Schleder informierte die anwesenden Integrationsbeauftragten darüber, dass bereits vier Damen ihre Bereitschaft signalisiert haben, eine Schulung zur Multiplikatorin zu durchlaufen und anschließend Informationsveranstaltungen für Eltern anzubieten. In den nächsten Wochen werde es darum gehen, die Schulung der Multiplikatoren zu organisieren, Themen festzulegen und geeignete Dozenten zu finden.
Im Anschluss an Dr. Schleder berichtete Monika Schmid vom Jugendraum Bombogen aus dem Integrationsalltag vor Ort. Monika Schmid ist Diplom-Psychologin und pädagogische Betreuerin des Projekts „Jugendraum/Stadtteilbüro Bombogen“. Sie verstand es mit Detailwissen und Praxisbezug neugierig zu machen auf die Besonderheiten der hier geleisteten Integrationsarbeit und gab viele Anregungen für konkrete Integrationsaktivitäten vor Ort.

Zum Abschluss des Jahrestreffens dankte die rheinland-pfälzische Beauftragte der Landesregierung für Migration und Integration, Maria Weber, für die vielen Detailinformationen aus dem Landkreis Bernkastel-Wittlich und stellte fest: „Die Integrationspolitik vollzieht sich dort, wo die Menschen wohnen: In den Gemeinden, Städten und Landkreisen unseres Landes, sie wird hauptsächlich in den Kommunen umgesetzt.“ Als ein deutliches Zeichen für eine gelingende Integrationspolitik wertet die Beauftragte die steigende Zahl der kommunalen Integrationsbeauftragten in Rheinland-Pfalz. Mit der Berufung von Integrationsbeauftragten in Worms und zuvor in Landau und im Landkreis Bernkastel-Wittlich ist die Zahl auf 21 gestiegen, im Jahr 2007 waren er noch 15.