Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Dankbarkeit ist die Fähigkeit, ganz in der Gegenwart zu leben. Der dankbare Mensch nimmt an, was ihm heute begegnet. Er erinnert sich an das Gute, das ihm widerfahren ist, und er hofft auf eine Zukunft, die lebenswert ist.

-Udo Hahn-

Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu und das neue Jahr steht ungeduldig vor der Tür. Jeder zieht am Ende eines Jahres seine persönliche Bilanz. Jeder reflektiert die vergangenen 12 Monate auf seine eigene und individuelle Art und Weise und dennoch gibt es Belange und Ereignisse, die die Gesellschaft als Ganzes betreffen.

Seit fast zwei Jahren verlangt die Corona-Pandemie uns allen, jedem einzelnen von uns viel ab. Zeitweise Kita- und Schulschließungen, die Beschränkung von Besuchsrechten in Senioreneinrichtungen und Krankenhäusern, mehrere Lockdowns, die das wirtschaftliche und soziale Leben sehr einschränkten, die Existenzsorgen vieler von Kurzarbeit betroffener Bürgerinnen und Bürger und vieler Unternehmen sowie die wirtschaftlichen Verluste der Gastronomie-, Tourismus- und Veranstaltungsbranche, um nur einige der der Pandemie geschuldeten Schwierigkeiten der vergangenen 21 Monate zu nennen. Das Bedauerlichste aber sind die bis dato zu beklagenden 70 Todesfälle. Diese Zahl der in unserem Landkreis im Zusammenhang mit Corona Verstorbenen ist nicht nur eine bloße Zahl. Dahinter stehen persönliche Schicksale, dahinter stehen Angehörige, Menschen, die ihre Partnerin/ ihren Partner, ihre Mutter, ihren Vater, ein Großelternteil, Geschwister oder Freunde verloren haben, um die sie schmerzlich trauern.

Dann, zu Beginn des Jahres 2021, konnte zügig mit der Impfung der Bevölkerung begonnen werden. Viele Bernkastel-Wittlicher/innen nahmen das Impfangebot wahr, sodass man im vergangenen Sommer bei niedrigen Inzidenzzahlen den Eindruck gewinnen konnte, wir hätten das Schlimmste der Pandemie überwunden. Doch verschiedene Mutanten des SARS-CoV2-Virus und die kalte Jahreszeit stellen uns aktuell vor die Herausforderungen der 4. Corona-Welle. Deshalb hat der Landkreis Anfang Dezember in eigener Verantwortung das bisherige Ende September 2021 geschlossene Impfzentrum im ehemaligen Hela-Baumarkt als kommunale Impfstelle wiedereröffnet und bietet dort den Bürger/Innen sechs Tage in der Woche die Möglichkeit, sich gegen Corona impfen zu lassen. Ich hoffe sehr und appelliere deshalb eindringlich an alle impffähigen Menschen im Kreis, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen und auch die wichtige Booster-Auffrischungsimpfung wahrzunehmen. Denn durch die Impfung schützen wir uns selbst und unsere Mitmenschen.

Ein weiteres Ereignis, die Unwetterkatastrophe Mitte Juli dieses Jahres, hat uns allen gezeigt, wie hilflos wir Menschen den Naturgewalten ausgeliefert sein können. Am 14./15. Juli 2021 hat ein Unwetter von bisher nie da gewesenem Ausmaß in unseren Nachbarländern, in Nordrhein-Westfalen und auch in Rheinland-Pfalz eine bedauerliche hohe Zahl von Todesopfern gefordert. Selbst kleinste Bäche und Flüsse wurden innerhalb weniger Minuten zu reißenden Fluten und verursachten Schäden an privaten Häusern und der öffentlichen Infrastruktur in Milliardenhöhe. Auch unser Landkreis, viele Orte in der Verbandsgemeinde Wittlich-Land und unsere Kreisstadt Wittlich waren stark betroffen. Wir dürfen dankbar sein, dass wir keine Todesopfer zu beklagen hatten. Die Not der in Mitleidenschaft gezogenen Menschen, insbesondere im Landkreis Ahrweiler, hat viele Menschen zutiefst betroffen gemacht. Besonders beeindruckend war die riesige Welle der Hilfsbereitschaft, die diese Flutkatastrophe in unserem Land ausgelöst hat. Die Rettungsorganisationen wie das Technische Hilfswerk, die Feuerwehren, das Deutsche Rote Kreuz, das Malteser Hilfswerk, die Katastrophenschutzeinheiten und auch tausende ehrenamtlich engagierte Menschen aus allen Regionen unserer Bundesrepublik halfen selbstlos in den Hochwasserregionen und -orten, um die Betroffenen in ihrer Notlage nicht alleine zu lassen und ihnen etwas Zuversicht zu schenken. Viele Menschen haben ihre Herzen und ihre Portemonnaies geöffnet und großzügig für die Flutopfer gespendet. Gerne war die Kreisverwaltung in der Auszahlung von Spendenmitteln sowie Soforthilfen für geschädigte private Haushalte und Unternehmen tätig.

Diese Weihnachts- und Neujahrsgrüße will ich auch nutzen, um Danke zu sagen: Mir ist es wichtig, den Menschen herzlich zu danken, den Pflegerinnen und Pflegern, den Ärztinnen und Ärzten, die häufig bis an die Grenzen der Erschöpfung Herausragendes in der medizinischen Versorgung und Betreuung ihrer Patienten und der an Corona Erkrankten leisten.

Sehr herzliche Dankesworte richte ich an alle ehrenamtlich engagierten Menschen im Landkreis, die sich auf vielfältige Weise für ihre Menschen einsetzen und durch ihr freiwilliges Wirken dazu beitragen, dass unser Landkreis eine lebenswerte Heimatregion ist. Dieses Jahr gelten meine Dankesworte deshalb insbesondere denjenigen, die sich um die von der Unwetterkatastrophe betroffenen Menschen in unserem Landkreis und den vielen Helferinnen und Helfern, die sich auch um die Hochwasseropfer im Ahrtal gekümmert haben. Allen Ehrenamtler/innen gilt mein herzlicher Dank für ihr wertvolles Tun.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Digitalisierung hält immer mehr auch in den Verwaltungen Einzug. Die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich wird das digitale Angebot unserer Verwaltungsleistungen weiter ausbauen und so werden Sie sich künftig manchen Gang zum Kreishaus sparen können. Ich nenne beispielhaft: Die Beantragung von Elterngeld, Bafög, Wohngeld, Jagdscheinangelegenheiten und Bauanträge.

Auch im kommenden Jahr wird die Kreisverwaltung als moderne Dienstleisterin mit Kompetenz und Bürgernähe für Sie aktiv sein. 

Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger und Ihren Familien, wünsche ich von Herzen gesegnete und frohe Weihnachtsfeiertage, Zeit zum Ausruhen und Krafttanken für die kommenden Herausforderungen und ein hoffnungsvolles, lebenswertes und vor allem gesundes Jahr 2022.

Aus dem Kreishaus in Wittlich grüßt Sie herzlich

Ihr Gregor Eibes
(Landrat)