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In den vergangenen Wochen hat die Firma medic AMBULANCE S.à.l.r. aus Echternach/Luxemburg durch Hauswurfsendungen für ärztliche Leistungen geworben. Die Faltblätter wurden im Raum Trier, Bitburg und Wittlich verteilt. Hiernach soll ein mobiles Hausarzt-Team unter einer kostenfreien Servicenummer 24 Stunden erreichbar sein.

Der angebotene „Medizinische Notdienst“ darf nicht mit dem Ärztlichen Bereitschaftsdienst oder dem Notarztdienst des Rettungsdienstes verwechselt werden. Die Luxemburger Firma ist im Rettungsdienstbereich Trier nicht berechtigt, insbesondere die von ihr angebotenen Beförderungsleistungen, soweit es sich um Notfall- oder Krankentransport handelt, durchzuführen. Hierfür bedarf es in Rheinland-Pfalz einer Genehmigung nach dem Rettungsdienstgesetz. Eine solche Genehmigung wurde der Firma nicht erteilt.
Die gesetzlichen Krankenkassen sind auch nicht zur Kostenübernahme verpflichtet, weil zwischen ihnen und der Firma keinerlei vertragliche Regelungen bestehen. Sicherheitshalber schließt die Firma deshalb einen schriftlichen „Behandlungsvertrag“ mit dem Patienten ab.

Die Kreisverwaltung Trier-Saarburg ist zuständige Rettungsdienstbehörde für die gesamte Region Trier, also auch für den Landkreis Bernkastel-Wittlich, den Eifelkreis Bitburg-Prüm und den Vulkaneifelkreis sowie die Stadt Trier. Der Rettungsdienst in der Region Trier wird vom Deutschen Roten Kreuz, der Berufsfeuerwehr Trier und dem Malteser Hilfsdienst sowie den Krankenhäusern mit Notarztdienst und im Einzelfall von niedergelassenen Notärzten rund um die Uhr sichergestellt. Alle nicht polizeilichen Hilfeersuchen in der Region werden mit der bundeseinheitlichen Notrufnummer 112 über die Integrierte Leitstelle Trier abgewickelt.

Die für den ärztlichen Bereitschaftsdienst verantwortliche Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz hat bestätigt, dass sie in der Region Trier ihrem gesetzlichen Sicherstellungsauftrag vollumfänglich genüge. Die ambulante haus- und fachärztliche Versorgung sei auch zu sprechstundenfreien Zeiten gewährleistet. Darüber hinaus werde die am Mutterhaus der Borromäerinnen in Trier installierte Bereitschaftsdienstzentrale sehr gut angenommen.

Presseerklärung der Kreisverwaltung Trier-Saarburg als zuständige Rettungsdienstbehörde für die gesamte Region Trier vom 3. Dezember 2007