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Über 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger, pflegende Angehörige und auch Fachkräfte folgten der Einladung der beiden Arbeitskreise Fortbildung und Demenz der  Regionalen Pflegekonferenz in das Sankt Markus Haus in Wittlich und nahmen an der Veranstaltung mit dem Titel „Mehr Wissen hilft bei der Pflege“ teil.

Daniela Eis von der Gemeinnützigen Gesellschaft für ambulante und stationäre Altenhilfe GFA mbH sowie Leiterin des Arbeitskreises Fortbildung begrüßte die Anwesenden. Nicht zuletzt die große Resonanz an der Veranstaltung zeige, wie wichtig das Thema Demenz ist, von dem schon heute jede dritte Familie betroffen ist.

Harald Licht, Erster Polizeihauptkommissar und Leiter der  Polizeiinspektion Wittlich, informierte über das „Datenblatt für den Vermisstenfall“ und stellte dieses anschaulich vor. Da ältere Menschen immer häufiger unter Gedächtnisstörungen und Orientierungslosigkeit oder an einer Demenzerkrankung leiden, komme es immer häufiger vor, dass sie ihren unmittelbaren Lebensbereich verlassen und krankheitsbedingt nicht mehr zurück finden. Sie sind in ihrer Hilflosigkeit erheblichen Gefahren ausgesetzt, besonders während der kalten Jahreszeit oder wenn sie auf eine regelmäßige Medikamenteneinnahme angewiesen sind. Werden solche Menschen vermisst gemeldet, gilt es, keine Zeit zu verlieren. Angehörige und Betreuer können polizeiliche Suchmaßnahmen unterstützen, indem sie wichtige Informationen in diesem Datenblatt festhalten und zu Hause aufbewahren. Aus diesem Grunde hat die Polizei ein Datenblatt entwickelt und reagiert so auf die demographische Entwicklung. Das Datenblatt stellt jede  Polizeidienststelle kostenlos zur Verfügung.

Margret Brech vom Caritasverband, Leiterin des Modellprojekts Demenz und des Arbeitskreises Demenz,  stellte die Betreuungsleistungen für Menschen mit Demenz vor. Je nach Einschränkung der Alltagskompetenz erhalten demenz- und psychisch kranke Menschen eine monatliche Betreuungsleistung in Höhe von 100 oder 200 Euro. Über die Zugangsvoraussetzungen und Anwendungsmöglichkeiten der Betreuungsleistung wurde im Rahmen der Veranstaltung informiert.

Ilse-Maria Engel-Tizian, Architektin, die im Auftrag der Landesberatungsstelle „Barrierefreies Bauen und Wohnen“ berät, informierte über das  barrierefreie Wohnen im Alter, insbesondere im Bezug auf das Thema Demenz.  Ihr anschaulicher Vortrag
enthielt Information zur Wohnraumanpassung  für ältere Menschen und technische Hilfsmittel für Demenzkranke sowie deren Finanzierung. Was alles möglich und sinnvoll ist, wurde vorgestellt, damit auch im Pflegefall die Wohnung weiterhin nutzbar bleibt. Bei geplanten Umbaumaßnahmen berät Architektin Engel-Tizian kostenlos im Wohnumfeld.

Weitere Informationen zu den Themen der Veranstaltung erhalten Interessierte beim Caritasverband Wittlich, Demenzprojekt,  Margret Brech, Tel.: 06571 149728 oder bei der Gemeinnützigen Gesellschaft für ambulante und stationäre Altenhilfe (GFA) mbH Daniela Eis, Tel.: 06507 703712.