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Schülerinnen und Schüler arbeiten  an einem PC.

Bildunterzeile: Insgesamt rund 500 000 Euro investierte der Landkreis im Jahr 2006 in Multimediatechnik in kreiseigenen Schulen. Foto: Archiv Kreisverwaltung

Mit einem 5-Jahres-Programm, das der Kreistag im Dezember 2005 verabschiedete, setzt der Landkreis das im Jahr 2000 begonnene Multimedia-Sonderprogramm, mit der Ziel der Förderung der Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler, fort. Die Verwaltung hatte hierzu ein 5-Jahres-Programm entwickelt, welches den Ausbau und die Weiterentwicklung der Multimediatechnik in den kreiseigenen Schulen ausführlich beschreibt.
Maßnahmen der Weiterentwicklung, der Wartung und Betreuung sowie des Hard- und Softwareupgrades der bestehenden Multimediatechnik bei jeder Schule führen in den nächsten Jahren zu einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 1,2 Millionen Euro.

Die erste Stufe der 5-Jahre-Konzeption, mit einem Volumen von rund 500 000 Euro, wurde bereits in 2006 umgesetzt. Vielfach wurden umfangreiche Maßnahmen im Bereich der Netzwerkgebäudeverkabelung durchgeführt. Diese ermöglichen es, multimediagestützten Unterricht (Notebooks mit LCD-Projektor) in Fach- und Klassenräumen einzusetzen. Der breitbandige DSL-Internetzugang ist an fast allen Multimedia-Arbeitsplätzen verfügbar. Um allen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit des Zugriffs auf Internet-, Lernprogramme und E-Mails zu geben, hat der Landkreis Bernkastel-Wittlich neue Wege beschritten.
Neben den circa 1000 stationären Multimedia-Arbeitsplätzen bieten die „mobilen Klassenzimmer und Notebook-Klassen“ eine ideale Ergänzung. Durch deren Einsatz erfährt der normale Fachunterricht eine neue Möglichkeit, auch außerhalb des klassischen EDV-Raumes multimediagestützt praktiziert zu werden.

Zu den neuen Techniken, die zum Einsatz kommen, zählen neben Notebook-Klassenzimmer, mobilen Klassenzimmern (fahrbarer Multimedia-Notebookwagen mit Beamer, Drucker und DVD-Player mit Soundsystem), Lerninseln und Medienecken auch „interaktive Whiteboards“.
Das interaktive Whiteboard stellt den Schülerinnen und Schülern den Bildschirm des Lehrers in Großformat (in 2m-Größe) an der Wand dar. Alle Einzelschritte, die der Pädagoge ausführt, werden nicht mehr am normalen Bildschirm mit der Maus „geklickt“ sondern mit der Hand am Großbildschirm mittels Berührung aktiviert. Dieses bietet besonders bei der Unterrichtung komplexer Lerninhalte große Vorteile. Die Schülerinnen und Schüler müssen nicht mehr ihren Blick abwechselnd zwischen Monitor und Tafel umstellen und können alle Einzelschritte didaktisch optimiert verfolgen.

Der Einsatz von Notebook-Klassenzimmern und mobilen Klassenzimmern entzerrt den normalen EDV-Unterricht und fördert durch die Möglichkeit der Lerninselbildung die Teamarbeit. Die installierten Medienecken sollen das selbstzentrierte Lernen stärken. Gewonnene Lernergebnisse der Schülerinnen und Schüler können mittels der installierten, umfangreichen LCD-Beamertechnik der Klassengemeinschaft präsentiert werden.

Im bundesweiten Vergleich der IT-Ausstattung der allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen in Deutschland durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung steht der Landkreis Bernkastel-Wittlich im Bereich Multimediatechnik und Multimedia-Einsatz überdurchschnittlich gut da. An den Schulen der Sekundarstufe I und II teilen sich elf Schülerinnen und Schüler einen Computer. An den Berufsschulen des Landkreises konnte sogar ein Ergebnis von acht Schüler/innen pro Multimedia-Arbeitsplatz erreicht werden. Annähernd 100 Prozent der Multimedia-Arbeitsplätze an den kreiseigenen Schulen des Landkreises Bernkastel-Wittlich verfügen auch über einen zentralen Internetzugang. Im Bundesdurchschnitt sind dies 70 Prozent. Auch wurden durchgängig umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen getroffen, um dem Jugendschutz gerecht zu werden.

Der Einsatz einer pädagogischen Software ermöglicht es den Lehrerinnen und Lehrern, neben den umfangreichen didaktischen Möglichkeiten, Kontrollfunktionen einzusetzen. Die Multimedia-Arbeitsplätze verfügen über Sicherheitsmechanismen, welche eine versehentliche oder auch vorsätzliche Abänderung der Softwareinstallation nahezu unmöglich machen. Hierdurch wird gewährleistet, dass Lernumgebungen nicht verändert werden können. Serverseitig wurden Negativlisten und Firewalls installiert. Sie filtern unerwünschte Webseiten und verhindern den destruktiven Zugriff auf das Schulnetz von außen.

Der sichere Umgang mit den neuen Medien zählt heute zu den Kernkompetenzen, die im beruflichen Alltag beziehungsweise beim Berufseinstieg gefordert werden. Der Landkreis Bernkastel-Wittlich wird planmäßig durch Umsetzung der Stufe 2 ab 2007 und Stufe 3 das Multimedia-Sonderprogramm weiterentwickeln. Hierdurch wird sichergestellt, dass eine zeitgemäße Multimedia-Lernumgebung zur Verfügung steht.