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Mit dem Projekt „Zu Hause alt werden“ greift der Landkreis den mehrheitlichen Wunsch der Bevölkerung auf, ein langes und selbständiges Leben in den eigenen vier Wänden führen zu können. Unter der Prämisse „ambulant vor stationär“ zielt das Projekt auf die Sicherung und den Ausbau der ambulanten Versorgungsstrukturen durch bereits bewährte sowie zusätzlich benötigte
Hilfeleistungen. Durch die Schaffung von niedrigschwelligen, ergänzenden Hilfen im Vor- und Umfeld der Pflege sollen Heimunterbringungen möglichst weit herausgeschoben oder verhindert werden.

Um möglichst innovative und an den Hilfebedarfen der Bürgerinnen und Bürger orientierte Angebote zu gewinnen, schreibt der Landkreis ab September 2010 Ideenwettbewerbe aus. Diejenigen Angebote, die besonders effektiv und nachhaltig verlässliche Hilfen zur Unterstützung einer selbständigen Lebensführung im Alter bieten, werden ausgewählt und finanziell gefördert.

Eine Projektlenkungsgruppe, die sich aus 19 Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Organisationen der Altenpflege und -hilfe zusammensetzt, ist mit der Erarbeitung von Ausschreibungskriterien befasst, die eine Vergleichbarkeit von Bewerbungen im Sinne einer vorausschauenden Nutzwertanalyse ermöglichen sollen. In fünf Arbeitssitzungen werden Bewerbungsformulare sowie ein angebotsorientiertes Bewertungssystem entwickelt, die auf bestimmte Zielgruppen und Wirkungsziele ausgerichtet sind.

Dabei setzt das Expertengremium an den Ergebnissen einer Zukunftskonferenz und zweier Workshops an, in denen unter der Beteiligung von über 100 Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises zu berücksichtigende Handlungsfelder zusammengetragen wurden. Auf diese Weise werden die spezifischen Lebensumstände und Versorgungsbedarfe der Seniorinnen und Senioren in den Blick genommen, um möglichst passgenaue Hilfen und Unterstützungen im Alter anzustoßen.

Durch eine Informationsveranstaltung, die am 23. September im Foyer der Kreisverwaltung geplant ist, wird die interessierte Öffentlichkeit über die Rahmenbedingungen zur Teilnahme an den Ideenwettbewerben informiert. Diese Informationsveranstaltung gibt gleichzeitig den Startschuss für den ersten Ideenwettbewerb, der für eine bestimmte Personengruppe der Seniorinnen und Senioren sowie ein ganz konkretes Wirkungsziel ausgeschrieben wird.

Angebote, die sich direkt auf die ausgeschriebene Zielgruppe und die Umsetzung der ausgeschriebenen Wirkung beziehen, können im Rahmen der Ideenwettbewerbe eingebracht werden. Bewerben können sich grundsätzlich alle Akteure aus dem Altenhilfebereich oder diejenigen, die dort tätig werden möchten. Neben größeren sozialen Organisationen und karitativen Verbänden sind insbesondere auch kleinere ortsbezogene Initiativen oder engagierte Privatpersonen eingeladen, eine wirkungsorientierte Idee in der Praxis umzusetzen.

Alle Kerninformationen des Modellprojektes „Zu Hause alt werden“ finden Interessierte hier zusammengefasst. Als persönlicher Ansprechpartner steht Mirko Nagel von der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, Tel.: 06571/14-2408, E-Mail: Mirko.Nagel[at]Bernkastel-Wittlich.de gerne zur Verfügung.