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Die Anerkennungsurkunde für Starkenburg wurden von Staatssekretärin Nicole Steingaß an Ortsbürgermeister Jürgen Spier, übergeben. Foto: MdI RLP.

Die Anerkennungsurkunde für Pantenburg wurden von Staatssekretärin Nicole Steingaß an Ortsbürgermeister Christoph Lamberty übergeben. Foto: MdI RLP.

Staatssekretärin Nicole Steingaß hat 27 Gemeinden in Rheinland-Pfalz im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms 2019 als neue Schwerpunktgemeinden anerkannt. Im Landkreis Bernkastel-Wittlich sind dies die Gemeinden Pantenburg und Starkenburg. Ab sofort profitieren zusammen mit den bereits anerkannten Gemeinden der Vorjahre insgesamt acht Gemeinden im Landkreis von einer Schwerpunktanerkennung. Die Anerkennungsurkunden wurden von Staatssekretärin Nicole Steingaß am 13. März 2019 im Schloss Waldthausen an den Ortsbürgermeister der Gemeinde Pantenburg, Christoph Lamberty, und den Ortsbürgermeister der Gemeinde Starkenburg, Jürgen Spier, übergeben. Für den Landkreis gratulierte der Kreisbeigeordnete Robert Wies.

„Mit der Anerkennung ist eine Art Selbstverpflichtung verbunden, sich der Dorferneuerung im besonderen Maße anzunehmen“, so die Staatssekretärin. „Schwerpunkte der Dorferneuerung sind struktur- und funktionsverbessernde Maßnahmen, die die Ortskerne stärken und wiederbeleben und damit die unverwechselbare Siedlungs- und Kulturlandschaft erhalten. Dazu zählen insbesondere auch Maßnahmen, die einer Grundversorgungssicherung und der sozialen Daseinsvorsorge im Dorf dienen“, sagte Steingaß.

Die Anerkennung der Gemeinden als Schwerpunktgemeinde erfolgt für die Dauer von acht Jahren. Für die Stärkung der Innenentwicklung steht den privaten und öffentlichen Bauherrn eine qualifizierte Bauberatung zur Verfügung. Zusammen mit der Dorfmoderation wird damit ein umfassender Beteiligungsprozess in Gang gesetzt. Zudem kann ein zukunftsbeständiges Leitbild entwickelt werden. Die Ergebnisse dieser breit angelegten Informations-, Bildungs- und Beratungsarbeit sind elementare Bestandteile der zu erarbeitenden Entwicklungskonzepte.

Pantenburg will die im Zuge der laufenden Dorfmoderation identifizierten strukturellen Mängel und Defizite im Rahmen der Fortschreibung des Dorferneuerungskonzepts angehen. Die bereits bestehende aktive Dorfgemeinschaft soll dabei frühzeitig und umfassend in die Planungs- und Realisierungsschritte eingebunden werden, um die bereits einsetzende Leerstandsproblematik anzugehen.

Starkenburg ist geprägt durch die besondere Lage über dem Moseltal auf einem Höhenzug mit einem Panoramablick über das Moseltal, Traben-Trarbach, Enkirch und bis weit in die Eifel hinein. Einige Mauerreste der ehemaligen Burg Starkenburg sind noch auf dem Burgfelsen am nördlichen Ortsrand vorhanden. Mit fast 7.000 Übernachtungen ist der Tourismus für die Gemeinde ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Die weiteren baulichen Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde sind auf Grund der besonderen topografischen Lage sehr eingeschränkt. Zahlreiche private Gebäude im Ortskern weisen einen hohen Sanierungsbedarf auf. Als Folge und mit Hinblick auf die demografische Entwicklung drohen auf absehbare Zeit Gebäudeleerstände. Auch im öffentlichen Bereich zeichnet sich ein deutlicher Handlungsbedarf, obwohl punktuell in Eigenleistung Freiflächen und Plätze aufgewertet wurden. Die Gemeinde Starkenburg möchte nun diese strukturellen Mängel und Defizite in der Dorferneuerung forciert angehen.

Ansprechpartner bei der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich für die Antragstellung als Schwerpunktgemeinde ist die Dorferneuerungsbeauftragte des Kreises Larissa Bläser-Stangier, Tel.: 06571 14-2461, E-Mail: Larissa.Blaeser-Stangier@Bernkastel-Wittlich.de.