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Mentorinnen und Mentees feierten in der Wittlicher Synagoge den Abschluss des Landesprojekts „Mit Mentoring vor Ort - mehr Frauen in die Kommunalpolitik“

Nach einer Projektphase von fast zwei Jahren endete das kreis- und parteiübergreifende Landesprojekt „Mit Mentoring vor Ort – Mehr Frauen in die Kommunalpolitik“ der Region Trier. Im einzigartigen Ambiente der Synagoge Wittlich verlieh Frauenministerin Irene Alt die Zertifikate an die Teilnehmerinnen.

Nach der musikalischen Eröffnung von Lehrerinnen der Musikschule des Landkreises Bernkastel-Wittlich begrüßte Landrat Günther Schartz aus dem Kreis Trier-Saarburg in Vertretung von Landrat Gregor Eibes über 70 geladene Gäste und die interessierte Öffentlichkeit. Landrat Schartz sprach den Frauen Anerkennung für ihr Engagement und Mut für den Einstieg in die Kommunalpolitik zu. Er hob das strukturelle und nachhaltige Arbeiten von Frauen hervor, welches gerade in der Kommunalpolitik von besonderer Bedeutung sei.

Staatsministerin Irene Alt dankte in ihrem Grußwort allen Mentorinnen und Mentees, der Projektleiterin Jutta Wegmann sowie den Gleichstellungsbeauftragten in Region Trier als Kooperationspartnerinnen für ihr Engagement und lobte ihre Arbeit. Mit dem landesweiten Mentoring-Programm sei es gelungen ein rheinland-pfälzisches Mentoring-Netzwerk aufzubauen , welches einhergehe mit ihrem Anliegen, Politik stärker aus Frauensicht zu betrachten und zu kommunizieren.

Für die Gleichstellungsbeauftragten skizzierte Gabriele Kretz, einen kurzen Abriss über den Verlauf des Projektes. Beginnend bei der Auftaktveranstaltung in Trier im Oktober 2011, über die Vorstellung der Tandems im Februar 2012 in Bitburg und das umfangreiche Qualifizierungsprogramm, bis zur der kommunalrechtlichen Vortragsreihe, die in jedem Landkreis für alle interessierten Frauen und Männer geöffnet war. Nicht zu vergessen die „Highlights“, den politischen Bildungsreisen nach Straßburg, Berlin und Mainz.

Diese und weitere Früchte seien aus den Netzwerken und persönlichen Potenzialen der Teilnehmerinnen des Mentoring-Netzwerkes der Region Trier erwachsen. Neben Dank und Wertschätzung für die Mentees und Mentorinnen, rief sie im Sinne von Gender und Gleichstellung die Frauen auf, das Gelernte zu nutzen, damit Politik und Gesellschaft im besten Sinne „weiblicher“ werden, ein Mehrwert, der sich nicht in Euro und Zahlen ausdrücken ließe.

Professionalität und Qualität erfährt das Landesprojekt durch die Evaluation der Gutenberg-Universität in Mainz, was durch das Ministerium neben der finanziellen Unterstützung gewährt worden sei.

Aus den Reihen der Projektteilnehmerinnen stellte Dr. Agnes Tillmann-Steinbuß ihre Erfahrungen als Mentorin im ersten Mentoring-Projekt aus dem Jahr 1999 den aktuellen Erfahrungen gegenüber. Sie zog eine sehr positive Bilanz insbesondere wegen der regionalen Nähe des Projektes, des umfangreichen Qualifizierungsangebotes und der zeitlichen Rahmens von fast zwei Jahren.

Aus Mentee-Sicht beleuchteten Marianne Eifel aus Trittenheim und Beate Tömmes aus Bitburg ihre Erfahrungen und stellten das gute und freundschaftliche Miteinander heraus. Das Projekt „WG Ü 50 - Wohnen und Gemeinschaft als Synonym für verbindliche Nachbarschaften“ stellte Petra Bürger vor, die dieses persönliche Netzwerk aus dem Mentoring-Projekt heraus in ihrem Wohnort Traben-Trarbach initiierte.

Im Anschluss verlieh Frauenministerin Irene Alt die Zertifikate an alle Projektteilnehmerinnen. In nahezu euphorischer Stimmung bedankten sich die Mentees für die engagierte Begleitung und persönliche Förderung durch die Gleichstellungsbeauftragten, die ein kreisübergreifendes Frauenprojekt mit Bravour zum vorläufigen Abschluss gebracht haben.

Druckfrisch wurde auch das Handbuch zur Kommunalwahl 2014 verteilt. Es liegt ab sofort für alle kommunalpolitisch Interessierte bei den Kreisverwaltungen aus.