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Foto einer blauen Altpapiertonne

So oder ähnlich könnten die Papiertonnen aussehen, die das Entsorgungsunternehmen an die Haushalte verteilen will. Die Kreisverwaltung rät: Annahme verweigern oder einfach stehen lassen!

Der Landkreis Bernkastel-Wittlich hat in der Altpapier­entsorgung Konkurrenz bekommen. Die ALBA Nordbaden GmbH aus Karlsruhe beabsichtigt im Kreisgebiet flächendeckend die gewerbliche Sammlung von Abfällen aus Papier, Pappe und Kartonagen (PPK-Abfälle).
Der Altpapiermarkt boomt. Rund 100 Euro können dort gegenwärtig pro Tonne erzielt werden. Dies ist vor allem für gewerbliche Entsorgungsunternehmen verlockend, die mit der Sammlung und Verwertung von Altpapier satte Gewinne erzielen wollen.
So auch für die ALBA Nordbaden GmbH. Per Einschreiben zeigte sie der Landrätin die Durchführung der gewerblichen Sammlung von PPK-Abfällen an und teilte gleichzeitig mit, den Abfallerzeugern entsprechende Behältnisse zur Verfügung zu stellen.
Ute Braun, Leiterin des Betriebs Abfallwirtschaft und der unteren Abfallbehörde bei der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, rechnet nun täglich damit, dass das Unternehmen den Bürgern im Landkreis neue – vermutlich blaue –  Tonnen „vor die Nase“ setzen wird.
Ziel der Firma ist es, den rentablen Teil des Abfalls, also Pappe, Papier und Kartonagen, der öffentlich-rechtlichen Entsorgung zu entziehen, um damit die Erlöse für sich selbst abzuschöpfen. Doch wer glaubt, er könne durch die Nutzung dieser Tonne Gebühren sparen, hat weit gefehlt.
Derzeit vermarktet der Landkreis Bernkastel-Wittlich das Altpapier. Erlöse aus der Vermarktung dienen der Finanzierung der Abfallwirtschaft und kommen somit den Bürgerinnen und Bürgern des Kreises unmittelbar zugute.
„Die Höhe der Abfallgebühren hängt unter anderem von den erzielten Erlösen aus der Papiersammlung ab. Papiermengen, die unserem Sammelsystem durch gewerbliche Sammlungen entzogen werden, lassen die Abfallgebühren steigen“, erklärt Fachbereichsleiterin Ute Braun und appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, die angebotenen Papiertonnen nicht anzunehmen.
Landrätin Läsch-Weber setzt auf die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger des Landkreises und bittet, alles beim Alten zu lassen. „Die Abfallentsorgung in unserem Landkreis hat sich bewährt. Vertrauen Sie auch weiterhin in unser Sammelsystem und helfen Sie, die Gebühren zu senken“, lautet der Appell der Landrätin.
Der Landkreis Bernkastel-Wittlich wird auch weiterhin die Papiersammlung in der gewohnten Weise zu den bekannten Abfuhrterminen durchführen. Fragen der Bürgerinnen und Bürger können gerne an Ute Braun, Leiterin des Betriebs Abfallwirtschaft und der unteren Abfallbehörde bei der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, E-Mail: Ute.Braun[at]Bernkastel-Wittlich.de, Telefon: 06571/14239, gerichtet werden.