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Rund 50 Sicherheitsberaterinnen und -berater für Senioren trafen sich zu ihrem Jahrestreffen und einer Fortbildungsveranstaltung in Räumen der Bereitschaftspolizei in Wittlich-Wengerohr.

Kriminalhauptkommissar Elmar Esseln, Leiter des Zentrums Polizeiliche Prävention des Polizeipräsidiums Trier konnte dazu auch Polizeipräsidenten Lothar Schömann begrüßen. Lothar Schömann sprach in seinen Grußworten den Sicherheitsberater für Senioren seinen herzlichen Dank und seine große Wertschätzung für ihr ehrenamtliches Engagement aus. Sicherheitsberater für Senioren beraten und informieren Senioren in ihrem Bekannten- und Freundeskreis, in der Nachbarschaft, bei öffentlichen Veranstaltungen wie  Gewerbeausstellungen und bei Seniorennachmittagen in Fragen ihrer persönlichen Sicherheit. Ihr Beratungsspektrum umfasst zum Beispiel die Themengebiete Wohnungssicherung vor Einbrüchen, Haustürkriminalität  wie Diebstahl, Trickbetrügereien und Enkeltrick, Taschen- und Handtaschendiebstahl, sicherer Geldverkehr, Sicherheit im Straßenverkehr und Nachbarschaftshilfe. Polizeipräsident Schömann wies darauf hin, dass gerade der jüngste Fall einer älteren Mitbürgerin aus dem Landkreis Bernkastel-Wittlich, die über den „Enkeltrick“ um einen fünf bis sechsstelligen Eurobetrag betrogen wurde, zeige, wie wichtig die Beratungs- und Informationsarbeit der Sicherheitsberater sei.

Anschließend stimmte Maria Bastgen, Sicherheitsberaterin aus Bausendorf, mit einer sehr kurzweilig vorgetragenen Geschichte die Tagungsteilnehmer auf den Tag ein.

Im ersten Themenreferat des Tages gab der Diplom-Theologe Matthias Neff von der Anlaufstelle „Weltanschauungsfragen und Sekten“ beim Bistum Trier einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen in diesem Bereich und machte auf die Risiken und Gefahren aufmerksam, die mit einzelnen weltanschaulichen Angeboten verbunden sein können. Der Sozialplaner der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich Mirko Nagel hielt anschließend ein Referat, in dem er auf „Pflege – ein Thema für jeden“ einging. Dabei thematisierte er die demografische Entwicklung, ihre Auswirkungen für die Gesellschaft und den gesetzlichen Auftrag der Kommunen zum Ausbau und zur Weiterentwicklung der notwendigen pflegerischen Versorgungsstrukturen. Er stellte dabei die Arbeit der Regionalen Pflegekonferenz, der Pflegestützpunkte, des Fachzentrums „Demenz Eifel-Mosel-Ahr“ und der Landesberatungsstelle Barrierefreiheit vor und präsentierte insbesondere das Projekt  „Zu Hause alt werden“, mit dem der Landkreis Bernkastel-Wittlich die Entwicklung von „Kümmererstrukturen“, die alltagsunterstützende Hilfen für ältere Menschen anbieten, vor Ort fördert. Darüber hinaus informierte Nagel über die von der Kreisverwaltung herausgegebenen Pflegebroschüren und Infoflyer, die er den Tagungsteilnehmern zur Verfügung stellte.

Kriminalhauptkommissar Elmar Esseln vom Zentrum Polizeiliche Prävention stellte zum Abschluss der Veranstaltung den neuen Ratgeber für Sicherheitsfragen der Stadt Trier und das „Notfall-Fax“ vor, mit dem Hilfesuchende über ein handelsübliches Faxgerät ihren Notruf an die bekannte Notfallrufnummer der Polizei 110 senden können.

Allein im Landkreis Bernkastel-Wittlich sind zurzeit 24 Sicherheitsberater aktiv und werden von der Servicestelle Freiwilliges Engagement der Kreisverwaltung in ihrer Arbeit begleitet. Weitere Informationen gibt es bei Monika Scheid, Tel.: 06571/142208, E-Mail: Monika.Scheid[at]Bernkastel-Wittlich.de.