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Das ehemalige bäuerliche Anwesen Haus von Pidoll in Salmtal-Dörbach wurde 1823 erbaut. 1990/91 saniert und ausgebaut und dient heute als Wohnhaus und Architekturbüro.

Der „Tag des offenen Denkmals“ ist zur festen Einrichtung im Kalender der Architektur und Kunst Interessierten geworden ist. Er findet am 14. September 2014 statt. Das Motto ist in diesem Jahr „Farbe“. Ob Schloss oder Fachwerkhaus, Kirchenbau oder Ausstattungsstück, Fassaden- oder Innenanstrich – überall spielt die Farbe eine überaus wichtige Rolle. Die Farbe an historischen Bauten ist ein entscheidender Faktor in der Wahrnehmung des Betrachters.

Gerade weil die Menschen Farbe als unmittelbaren Sinneseindruck erleben, ist die farbliche Gestaltung unserer Lebensumgebung seit Urzeiten eine zentrale Ausdrucksform. Alle Völker der Erde benutzen Farben gezielt, gleich ob als reine Farbflächen oder als bestimmte optische Muster. Farben spielen im Ritus und in der Religion, in der ethnischen Abgrenzung und zur Ordnung sozialer Hierarchien eine bedeutende Rolle. Darüber hinaus verbinden sie in der Kontinuität ihrer Verwendung mit Traditionen und sind zugleich für den Betrachter Ausdruck gegenwärtiger Lebenseinstellung. Farben können Geschichten erzählen und sogar mit Tabus belegt sein.

Selbstverständlich ist die farbliche Gestaltung von Bau-, Kunst- und Bodendenkmalen sowie Gärten und Parks immer schon ein wesentlicher Aspekt für ihre Erbauer und Erschaffer gewesen. Ebenso ist sie es heute für uns als Denkmalpfleger, Restauratoren, Denkmalbesitzer, Archäologen, Handwerker und vor allem als Betrachter im Hier und Jetzt.

Viele Malerbetriebe haben sich mittlerweile auf Bau- und Kunstdenkmalpflege und die Wiederherstellung von Fassaden- und Innenraumanstrichen spezialisiert. Sie haben im Laufe der Zeit Einblick in historische Maltechniken gewonnen, sie kennen die Zusammensetzung der Anstrichmaterialien und vieles mehr. In Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde konnte so manches verborgene Kleinod wieder im alten/neuen Glanz erstrahlen.

Eine Broschüre über die diesjährig gemeldeten Objekte in Rheinland-Pfalz erhalten Interessierte ab sofort bei der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, Dorothea Kuhnen. Tel. 06571/142204, E-Mail: Dorothea.Kuhnen@Bernkastel-Wittlich.de. Alle Veranstaltungen sind auch im Internet unter www.tag-des–offenen-denkmals.de zu finden.

Folgende Kulturdenkmale bieten in unserem Landkreis am 14. September 2014 Ausstellungen und Führungen rund um das Thema an.

 

Bengel, Ehem. Klostermühle, Springiersbacher Mühle – Krüppelwalmdachbau von 1731, bis 1915 mit vier Mahlstühlen ausgestattet, ab 1915 mit Turbine betrieben, zurzeit Renovierung. 11 – 18 Uhr, Führungen nach Bedarf.

 

Bengel-Springiersbach, Historische Ölmühle, Springiersbacher Mühle – 1856 erbaut, bis 1910 Bestandteil der 1731 erbauten Klostermühle Springiersbach, bis Anfang der 1960er Jahre in Betrieb; originale Mühlenausstattung heute wieder funktionstüchtig. 11 – 18 Uhr, Führungen nach Bedarf

 

Klausen – Die „Klausener Initiativgruppe: Dorf im Dorf bleiben“ lädt zu einem Dorfrundgang im benachbarten Ort Esch ein. Dabei geht es im besonderen Masse um das Koppensteinkreuz. Treffpunkt an den Treppenstufen zum Kramesbach (Bushaltestelle Esch) – Dauer der Führung ca. 1 Std.

 

Morbach-Wederath, Archäologiepark Belginum, Keltenstraße 2 – Den Besuchern werden unter dem Thema „Leben an einer Fernstraße“ die Ergebnisse der archäologischen Ausgrabungen präsentiert. Der etwa 1000 m lange Rundwanderweg führt an einem Gräberfeld mit Grabhügeln, der ehemaligen römischen Siedlung, dem Militärlager und einem Brunnen vorbei. 10 – 17 Uhr, Führungen 11, 14 und 16 Uhr. Römische Legionäre und keltische Handwerker schlagen im Archäologiepark ihr Lager auf, Führungen durch die aktuelle Ausgrabung und Vorstellung von High-Tech-Methoden in der Archäologie, Sonderausstattung „VIA AUSONIA 213 – 2013, „Krombierebrotschesdaach“ des Fördervereins Wederath.

Morbach-Weiperath, Walholzkirche – Im Wiesental zwischen den Ortsteilen Weiperath und Hunolstein einsam gelegene gotische, 1760 erweiterte Kirche mit romanischem Turm. 10.30 – 18 Uhr, 10.30 Uhr hl. Messe, mitgestaltet vom Dekanatschor vox in viam, 12 – 15 Uhr Besichtigung und Information, 17 Uhr Konzert des Akkordeonorchesters Hunstück mit den Hirschbachlerchen, Laufersweiler. Von 10.30 bis 17 Uhr ist auch das Holzmuseum geöffnet.

 

Salmtal-Dörbach, Haus von Pidoll, Im Altengarten 7 – Das ehemalige bäuerliche Anwesen, ein sog. Trierer Quereinhaus, wurde 1823 von Karl von Pidoll erbaut. 1990/91 saniert und ausgebaut, dient es heute als Wohnhaus und Architekturbüro. 11 – 13 und 14 – 18 Uhr, in Erdgeschoss und Garten Kunstausstellung „Denkmal trifft Farbe“ mit Werken der Künstler des Heckenlandforums und der Künstlerin Ellen Just-Coenen.

 

Traben-Trarbach, Ehem. Festung Mont Royal, Neue Straße – Die durch den französischen Sonnenkönig Ludwig XIV, hoch über Traben errichtete, 1687 nach Plänen von Sébastien Le Prestre Vauban begonnene Anlage zählte zu ihrer Zeit zu den größten und beeindruckendsten Festungsanlagen Europas, sie wurde jedoch nie fertig gestellt. Einzige Moselfestung und Musterfestung, eine der acht „villes nouvelles“ des Festungsbaumeisters. Das zivile und militärische Verwaltungszentrum erster Ordnung wurde 1698 von den Franzosen selbst zerstört; wenige Reste der gewaltigen Mauern, Kasematten und Kellergewölbe blieben erhalten. Ganztägig geöffnet, Führung 10.30 Uhr.

 

Traben-Trarbach, „Moselwein zur Blütezeit“ – Führung mit Kultur- und Weinbotschafterin Ulla Schnitzius zur Architektur Traben-Trarbach ober- und unterirdisch durch historische Kellergewölbe und die Jugendstilstadt, Treffpunkt: 14 Uhr, Platz vor der Tourist-Information, Am Bahnhof 5.

(Fortsetzung siehe rechts)

Traben-Trarbach, „Traben-Trarbacher Unterwelt“ – Traben-Trarbach war um 1900 als eine der bedeutendsten Weinhandelsstädte bekannt. Daher wurden in der 2. Hälfte des 19. Jh. die Kapazität der Weinkeller vergrößert und wie in keiner zweiten Moselgemeinde große Flächen des Stadtkerns mit teilweise mehrstöckigen und über 100 m langen Gewölben unterkellert. Führung durch die Keller mit Erläuterungen zur Geschichte des historischen Weinbaues und der alten Kellertechnik. Führung 14 Uhr, Treffpunkt: Alter Stadtturm (Anmeldung erbeten: 06541/839812).

 

Veldenz, Schloss Veldenz – Stammburg der Grafen und Fürsten von Pfalz-Veldenz. Größte Burganlage der Mittelmosel mit Resten zweier durch Türme verstärkten Toranlagen sowie Wohngebäuden, 1107 bezeugt, 1680 zerstört. 11 – 17 Uhr, Führungen nach Bedarf. Die Burg wird belebt mit Rittern, Edeldamen, Bauern, Mägden und Musikanten, Kuchen und Kaffee.

Veldenz, Villa Romana, Hauptstraße 28 – Unter dem Quereinhaus mit Fachwerkgiebeln und Krüppelwalmdach von 1804 (bis 1888 kath. Pfarrhaus, jetzt Haus des Gastes) wurde 1990/91 eine römische Badeanlage mit Hypokaustenheizung freigelegt. 10 – 12 Uhr, Führungen nach Bedarf.

 

Wittlich, Kath. Pfarrkirche St. Markus, Karrstraße – Nachgotische und barocke Elemente kennzeichnen die Pfeilerbasilika mit mächtigem, von geschweifter Haube und offener Laterne bekröntem Turm, die 1708 – 24 nach Plänen des kurtrierischen Hofbaumeisters Philipp Honorius Ravensteyn errichtet wurde. Die Wände des Obergadens erstrahlen in hellem Weiß über beige-grau gefassten Arkaden. Der Innenraum ist geprägt vom warmen Holzton der Altäre und den großteils vergoldeten Skulpturen, die überwiegend ins 18. Jh. datieren. Die Glasfenster, zwischen 1949 und 1952 als aufeinander abgestimmte Zyklen von Maurice Rocher, Heinrich Dieckmann und Alois Stettner entworfen, leuchten in prächtigen Farben, ebenso die von Georg Meistermann geschaffenen Chorfenster. 12 – 17 Uhr, Besichtigung des Glockenturms möglich, 18 Uhr Lesung.