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Stephanie Hölscher (Mitte) ist eine von drei „Reiseleitern“, die sich mit Jugendlichen auf den Weg machen, um sie gut vorbereitet in eine Ausbildung zu begleiten.

Stephanie Hölscher (Mitte) ist eine von drei „Reiseleitern“, die sich mit Jugendlichen auf den Weg machen, um sie gut vorbereitet in eine Ausbildung zu begleiten.

Mit dem Projekt „Reisebegleitung in die berufliche Zukunft“ beteiligt sich das Überbetriebliche Ausbildungszentrum Wittlich (ÜAZ) an der Initiative des rheinland-pfälzischen Arbeitsministeriums und der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, Jugendlichen eine tiefe und umfassende Berufsorientierung zu ermöglichen.
Als eines von landesweit insgesamt über 60 Projekten, die mit insgesamt vier Millionen Euro gefördert werden, verfolgt es das Ziel, die Chancen von Jugendlichen mit Unterstützungs- und Informationsbedarf für den Übergang von der Schule in den Arbeitsmarkt zu verbessern, so Geschäftsführer Hartmut Weber. Es ergänzt die gesetzlich vorgeschriebene Berufsberatung an den Schulen und soll die Jugendlichen bereits früh auf die anstehende Berufswahl vorbereiten. Deshalb richtet sich das Angebot auch bereits an die Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse.
Das Besondere des Projekts, das in Kooperation mit der Liesertalschule Wengerohr, der Dualen Oberschule Wittlich und der Regionalen Schule Salmtal durchgeführt wird, ist, dass die Berufsvorbereitung außerhalb des Unterrichts und auf freiwilliger Basis stattfindet. Daher habe man sich bewusst für ein Projekt mit Eventcharakter entschieden, erklärt Hartmut Weber. Die Idee erinnert an Erich Kästners „Fliegendes Klassenzimmer“. Als Art Reiseunternehmen begleitet das Überbetriebliche Ausbildungszentrum Wittlich die Jugendlichen auf ihrer Reise zum richtigen Beruf.
„Die Vorstellung, sich auf eine Reise zu begeben, ist für manche Schüler zunächst nachvollziehbarer, als sich schon recht früh auf das Thema Berufswahl einzustellen“, erläutert die Projektleiterin Stephanie Hölscher. Zusammen mit einer Mitarbeiterin und einem Mitarbeiter übernimmt sie die Funktion der Reisebegleitung.
Im Rahmen von Gruppenarbeiten, Betriebserkundungen und Praktikumstagen sollen die Jugendlichen ihre Ziele und Wünsche formulieren, Berufsfelder entdecken und die Möglichkeiten des regionalen Ausbildungs- und Arbeitsmarktes kennen lernen. Auch werden den Jugendlichen Kernkompetenzen wie Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit vermittelt, die im späteren Berufsleben oftmals eine herausragende Rolle spielen können. Am Ende der Reise erhalten alle, die die Mindestreisezeit von 40 Stunden erfüllt haben, ein Zertifikat, mit dem zukünftigen Arbeitgebern das Interesse an der Berufsfindung dokumentiert werden kann.