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Privatpersonen haben zwei Möglichkeiten bei der Kreisverwaltung finanzielle Hilfen anzufordern. Es gibt Soforthilfen aus Mitteln des Landes und Hilfen aus Spendenmitteln des Landes. Für beide Hilfen sind separate Anträge auszufüllen. Beide Hilfen können parallel beantragt werden und schließen einander nicht aus!

Spendenmittel des Landes für Privatpersonen

Die Unwetterkatastrophe vom 14. Juli 2021 hat auch im Landkreis Bernkastel-Wittlich für viele Schäden gesorgt. Die Hilfen der Bürgerinnen und Bürger untereinander und die Unterstützung durch ehrenamtliche Hilfskräfte aller Art waren in den vergangenen Wochen ein Lichtblick. Die Spendenbereitschaft der Bevölkerung aber auch von Organisationen für Hochwasseropfer war sehr hoch. Auch seitens des Landes Rheinland-Pfalz wurde ein Spendenkonto eingerichtet.

Aus dem Spendenkonto des Landes erhält der Landkreis Bernkastel-Wittlich nun rund 1,6 Millionen Euro. Zusammen mit weiteren Spenden von Instituten aus der Sparkassen-Finanzgruppe, Privatpersonen und Unternehmen stehen somit rund 1,86 Millionen Euro zur Verfügung. In einer Sondersitzung am Montag, 9. August 2021 hat der Kreistag über die Verteilung der Spendenmittel beschlossen.

Einen Antrag auf Spendenmittel können Privatpersonen aus dem Landkreis stellen, die von der Unwetterkatastrophe unmittelbar betroffen waren und deren Schäden nach Abzug von sofortigen Versicherungsleistungen 10.000 Euro übersteigen. Die Zuwendung soll für den Haushaltsvorstand 1.500 Euro und für jede weitere im Haushalt lebende Person 500 Euro betragen. Der entsprechende Antrag kann hier heruntergeladen werden und ist bis zum 24. September 2021 bei der Kreisverwaltung in Wittlich einzureichen.

Zur Vermeidung einer Überkompensation von Schäden sind im Antragsverfahren auch erhaltene oder zu erwartende Versicherungsleistungen und Zuwendungen Dritter (z. B. Soforthilfen, Spenden) anzugeben.

In besonderen Härtefällen können die Bürgerinnen und Bürger zusätzlich die Prüfung einer Notlage beantragen. Im Rahmen dieser zweiten Verfahrensstufe sollen je nach Verfügbarkeit von Spenden weitere Zuwendungen gewährt werden. In diesen besonders betroffenen Haushalten erfolgt dann eine Prüfung der Schäden vor Ort sowie der Einkommens- und Vermögensverhältnisse. Kriterien wie beispielsweise Einkommens- und Vermögensgrenzen sowie Freibeträge müssen durch die Verwaltung noch erstellt werden. Da derzeit nicht absehbar ist, in welchem Umfang von der Härtefallprüfung Gebrauch gemacht wird, ist die Erarbeitung dieser Kriterien erst nach Kenntnis des Umfangs möglich.

Neben dem Antrag auf Hilfen aus Spenden für Privatpersonen besteht für Privatpersonen wie auch Unternehmen auch nach wie vor die Möglichkeit Soforthilfe des Landes bis maximal 3500 Euro zu beantragen.

Die Kreisverwaltung hat unter Tel.: 06571 14-2020, E-Mail: spenden[at]bernkastel-wittlich.de eine Hotline eingerichtet.

Soforthilfen des Landes für Privatpersonen

Der Ministerrat hat Soforthilfen für von Elementarschäden betroffene Personen beschlossen. Wer durch das Hochwasser einen Schaden an Wohnraum, Hausrat oder Kleidung erlitten hat, erhält demnach unbürokratisch und schnell Hilfe. Es erfolgt keine Bedürftigkeitsprüfung, auch Spenden werden bei der Gegenrechnung nicht berücksichtigt. Die Soforthilfe, die durch die Kreisverwaltung ausgezahlt wird, beträgt 1.500 Euro pro Haushalt inklusive einer Person als Sockelbetrag und 500 Euro für jede weitere zusätzliche Person. Maximal können 3.500 Euro pro Haushalt ausgezahlt werden.

Anträge sind bei der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich einzureichen. Das vom Land vorgegebene Antragsmuster kann hier heruntergeladen werden. Hier ist auch die entsprechende Richtlinie des Ministeriums des Innern und für Sport einsehbar, aus der die Voraussetzungen für die Soforthilfen hervorgehen.

Die Anträge können bis zum 10. September 2021 bei den Gemeinden, den Verbandsgemeindeverwaltungen, der Stadtverwaltung Wittlich oder auch direkt bei der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich eingereicht werden.

Für Fragen zum Antragsverfahren hat der Landkreis unter Tel.: 06571/14-2020 eine Hotline eingerichtet. Elektronisch sind die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter der E-Mail: Soforthilfe[at]Bernkastel-Wittlich.de erreichbar.

Psychologische Flut-Hilfe Hotline

Die Psychologen der Dr. von Ehrenwall’schen Klinik in Ahrweiler & Kollegen mit Spezialisierung auf psychische Traumata bieten allen Betroffenen der Flutkatastrophe kostenlose Beratung und psychotherapeutische Soforthilfe über die Psychologische Flut-Hilfe Hotline an.

Tel.-Nr. der Flut-Hilfe Hotline: 0800 729-5-729
Montags bis freitags von 08:00 – 17:00 Uhr

Anrufen können sowohl unmittelbar Betroffene der Flutkatastrophe als auch Angehörige der Betroffenen und belastete Helfer.