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Aktuelles

Vorbefragung des Statistischen Landesamtes im September 2021

Die Vorbefragung zur Gebäude- und Wohnungszählung im Rahmen des Zensus 2022 erfolgte bereits im September dieses Jahres. Hierzu nahm das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz Kontakt mit einem Teil der Eigentümer/ -innen von Gebäuden mit Wohnraum in Rheinland-Pfalz auf.
Diese Vorbefragung diente der Überprüfung der vorliegenden Daten zu Gebäuden und Eigentumsverhältnissen hinsichtlich Qualität und Aktualität. Demnach sollte mit Hilfe dieser Vorbefragung überprüft werden, inwieweit die vorhandenen Angaben zu den auskunftspflichtigen Personen sowie zu den Gebäuden und Wohnungen zur Befragung im Jahr 2022 korrekt sind.

Bei inhaltlichen oder formellen Fragen wenden Sie sich bitte direkt an das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz.

Informationen zum Zensus 2022 und die Möglichkeit den Fragebogen online auszufüllen, bekommen Sie hier.

Ziele des Zensus auf einen Blick

  • Feststellung amtlicher Einwohnerzahlen von Bund, Ländern und Gemeinden nach einheitlichem Stand
    Die amtliche Einwohnerzahl ist Bemessungsgrundlage in rund 50 Rechtsvorschriften, unter anderem für den Länderfinanzausgleich und die Einteilung von Wahlkreisen.
  • Ermittlung vernetzter Strukturdaten aus den Bereichen Bevölkerung, Haushalte, Erwerbstätigkeit, Bildung, GebäudeDas ist wichtig unter anderem für die Planung auf Ebene der Kommunen, der Länder, des Bundes und der EU, zum Beispiel für die Stadtentwicklungs-, Flächennutzungs-, Sanierungs- und Verkehrsplanung.
  • Schaffung einer verlässlichen Basis für statistische Aufgaben
    Dazu zählen zum Beispiel die laufende Fortschreibung der Bevölkerung und des Wohnungsbestandes sowie die Planung von Stichprobenerhebungen (Mikrozensus).

Vorbefragung zur Gebäude- und Wohnungszählung im Jahr 2021

Bereits im Herbst 2021 fand eine Vorbefragung zur Gebäude- und Wohnungszählung 2022 statt. Diese Befragung diente der Klärungen zu vorab aus Verwaltungsregistern ermittelten Auskunftspflichtigen. Dadurch sollte eine reibungslose Durchführung der zum Zensusstichtag geplanten landesweit flächendeckenden Erhebung der Gebäude- und Wohnungsbestände ermöglicht werden.

Das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz kontaktierte für die Vorbefragung zur Gebäude- und Wohnungszählung rund 300.000 potenzielle Immobilieneigentümer/ -innen und Immobilienverwalter/ -innen postalisch. Diese sollten bevorzugt über einen Online-Fragebogen antworten. Die Befragten erhielten aber zusammen mit dem Anschreiben auch einen Papierfragebogen, den sie alternativ ausfüllen und zurücksenden konnten.

Gebäude- und Wohnungszählung

Im Mai 2022 werden im Zuge einer Befragung von Immobilieneigentümer/ -innen und Immobilienverwalter/ -innen Strukturdaten zu sämtlichen bewohnten und leerstehenden Wohngebäuden und Wohnungen erfasst.

Für Gebäude mit Wohnraum sind dies unter anderem Angaben:

  • zum Gebäudetyp und Baujahr,
  • zu den Eigentumsverhältnissen,
  • zur Heizungsart und zu den eingesetzten Energieträgern,
  • zur Zahl der Wohnungen im Gebäude.

Für Wohnungen sind dies unter anderem:

  • die Art der Nutzung,
  • die Fläche der Wohnung,
  • die Zahl der Räume,
  • die Nettokaltmiete.

Hierfür wird sich das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz postalisch an insgesamt rund 1,5 Millionen vorab recherchierte Immobilieneigentümer/ -innen und bzw. Verwalter/ -innen wenden. Diese sollen bevorzugt über einen Online-Fragebogen antworten. Sollte eine Online-Meldung der Angaben nicht möglich sein, kann alternativ ein Papierfragebogen ausgefüllt und zurückgesandt werden. Ein Papierfragebogen wird den Befragten im Rahmen eines Erinnerungsschreibens standardmäßig zugesandt, sodass keine individuelle Anforderung beim Statistischen Landesamt Rheinland-Pfalz notwendig ist.

Für die Erhebung besteht Auskunftspflicht.

Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis

In den Monaten Mai bis August 2022 findet eine Befragung von Bewohner/ -innen an nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Anschriften statt. Diese Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis dient zur Ermittlung realitätsgerechter Einwohnerzahlen. Zudem werden Informationen gewonnen, die nicht in Verwaltungsregistern verfügbar sind (zum Beispiel Bildungsstand und Erwerbsbeteiligung).

Die Befragungen werden von den landesweit insgesamt 36 regionalen Erhebungsstellen organisiert, die bei den Landkreisen und den kreisfreien Städten eingerichtet sind. Die Erhebungsstellen entsenden für die Befragungen eigens geschulte und auf den Datenschutz verpflichtete Erhebungsbeauftragte. Die Datenerhebung erfolgt durch diese teilweise im Direktinterview. Fragen zum Bildungsstand, zur Erwerbstätigkeit und zu einer ggf. vorhandenen Migrationserfahrung können von den rund 350.000-400.000 in die Stichprobe einbezogenen Personen bequem per Online-Fragebogen beantwortet werden. Soweit dies nicht möglich ist, kann alternativ auch ein Papierfragebogen ausgefüllt werden.

Für diese Erhebung besteht Auskunftspflicht.

Befragung in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften

Wie die Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis dient auch die Befragung in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften vordringlich zur Ermittlung realitätsgerechter Einwohnerzahlen. Hierfür werden in den Monaten Mai bis August 2022 sämtliche schätzungsweise etwa 21.000 Bewohner/ -innen der landesweit rund 270 Wohnheime (zum Beispiel Studierenden- oder Arbeiterwohnheime) kontaktiert. Dies erfolgt durch auf den Datenschutz verpflichtete Erhebungsbeauftragte, die von den in den kreisfreien Städten und Landkreisen eingerichteten Erhebungsstellen für diese spezielle Aufgabe entsandt werden.

Die Erhebungsbeauftragten erheben lediglich einige Eckdaten (Namen, Geburtsdatum, Geburtsort, Geschlecht, Staatsangehörigkeiten, Familienstand, Wohnungsstatus und Anzahl der Personen im Haushalt) der Bewohner/ -innen im Direktinterview. In den landesweit rund 2.300 Gemeinschaftsunterkünften (hierzu zählen zum Beispiel Justizvollzugsanstalten, Pflegeheime sowie Flüchtlingsunterkünfte) werden nicht die einzelnen Bewohner/ -innen sondern die jeweiligen Einrichtungsleitungen befragt. Diese übermitteln per Online-Erhebungsportal die Eckdaten zu den Bewohner/ -innen der Gemeinschaftsunterkunft.

Neben diesen Identifikationsmerkmalen werden an wenigen ausgewählten Wohnheimen, nicht allerdings an Gemeinschaftsunterkünften, zusätzliche Angaben zum Bildungsstand, zur Erwerbstätigkeit und zu einer ggf. vorhandenen Migrationserfahrung der jeweiligen Bewohner/ -innen erfragt. Diese Zusatzangaben können von den Betroffenen bequem per Online-Fragebogen, soweit dies nicht möglich ist, alternativ auch per Papierfragebogen unter Beratung der jeweils zuständigen Erhebungsbeauftragten übermittelt werden.

Für sämtliche Befragungen in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften besteht Auskunftspflicht.

Wiederholungsbefragung

Unmittelbar nach der Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis und der Erhebung in Wohnheimen findet an wenigen zufällig ausgewählten Anschriften eine Kontrollerhebung statt, die sogenannte Wiederholungsbefragung. Diese nochmalige Befragung dient dazu, die Qualität der im Zensus ermittelten Einwohnerzahlen zu überprüfen. Diese Wiederholungsbefragung umfasst lediglich Angaben zu den Namen sowie dem Geburtsdatum, Geschlecht und Wohnungsstatus der Bewohner/ -innen und wird – wie auch die im Vorfeld stattgefundene Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis und die Erhebung in Wohnheimen – in Rheinland-Pfalz von den regionalen Erhebungsstellen der jeweils zuständigen Stadt- bzw. Kreisverwaltungen organisiert. Diese entsenden für diese Aufgabe nochmals eigens geschulte und auf den Datenschutz verpflichtete Erhebungsbeauftragte, um die Eckdaten der an diesen Anschriften Wohnenden zu erheben. Auch für diese Erhebung zur Qualitätsbewertung der Einwohnerzahlen besteht Auskunftspflicht.

Kommunale Erhebungsstellen

Für die Organisation und Durchführung der Vor-Ort-Befragungen im Zensus 2022 werden von September 2021 an in den 36 Verwaltungen der kreisfreien Städte und Landkreise kommunale Erhebungsstellen eingerichtet. Diese nehmen unter der Fachaufsicht des Statistischen Landesamtes die ihnen per Landesgesetz übertragenen Aufgaben wahr. Durch Einrichtung dieser von den übrigen Verwaltungsstellen räumlich, organisatorisch und personell getrennten Erhebungsstellen in den 12 Stadtverwaltungen der kreisfreien Städte und den 24 Kreisverwaltungen kann eine sachgerechte Aufgabenerledigung und ein wirtschaftlicher Betrieb bei effizienter personeller Auslastung erreicht werden.

Erhebungsbeauftragte und Interviewer

Die Direktbefragungen werden im Zensus von sogenannten Erhebungsbeauftragten wahrgenommen. Hierbei handelt es sich um öffentlich Bedienstete aus Bundes-, Landes- oder Kommunalverwaltungen bzw. um ehrenamtlich Tätige, die von den Erhebungsstellen eigens für die Wahrnehmung dieser Interviewertätigkeiten angeworben, bestellt, geschult und entsendet werden. Sämtliche Erhebungsbeauftragte werden vor Aufnahme ihrer Tätigkeit schriftlich auf die Wahrung des Statistikgeheimnisses und der sonstigen datenschutzrechtlichen Vorschriften verpflichtet.

Stellenausschreibung Erhebungsbeauftragte/Interviewer

Eine externe Stellenausschreibung soll ab Mitte Dezember an dieser Stelle erfolgen.

Leichte Sprache

Informationen zum Zensus 2022 in Leichter Sprache gibt es hier:
https://www.zensus2022.de/DE/Service/LeichteSprache/leichtesprache_node.html

Weiterführende Informationen

 

Umfassende Informationen zum Zensus 2022 erhalten Sie auf der offiziellen Seite der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder.

Bund: www.zensus2022.de

Land Rheinland-Pfalz: www.statistik.rlp.de/de/gesellschaft-staat/zensus-2022/