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Liebe Bernkastel-Wittlicher Bürgerinnen und Bürger,

wir befinden uns im Monat 14 der Pandemie. Wer hätte vor gut einem Jahr gedacht, dass der Virus auch heute noch unser Leben in so vielen Bereichen bestimmt. Wir haben gemeinsam viele Monate den Virus bekämpft, jeder an seiner Stelle. Herzlichen Dank dafür.

Die größte Hoffnung im Kampf gegen die Pandemie ruht nach wie vor auf dem Impfen. Anfang des Jahres begonnen, sind bundesweit zwischenzeitlich rund 30 Prozent der Gesamtbevölkerung erstgeimpft (Stand: 06.05.2021).

Auch wenn verschiedene Statistiken in den Medien es vielleicht anders erscheinen lassen, lassen Sie sich nicht verunsichern. Denn auch in Bernkastel-Wittlich haben viele Bürgerinnen und Bürger ihre Erstimpfung bereits erhalten. Leider gibt es jedoch aktuell noch kein einheitliches Impfmonitoring, das die erfolgten Impfungen umfassend auf der Kreisebene darstellen kann. So wird mit unterschiedlichen Daten agiert, die untereinander jedoch nicht immer vergleichbar sind.

Der Landkreis Bernkastel-Wittlich hat bereits frühzeitig sehr transparent über die Impfzahlen des Impfzentrums und der von dort belieferten mobilen Impfteams informiert. Sowohl in einer täglichen Lagemeldung als auch auf dem kreiseigenen Dashboard unter www.dashboard.bernkastel-wittlich.de werden diese Daten täglich vermeldet, seit kurzem auch ergänzt um die Zahl der Zweitimpfungen. Impfungen, die in Kliniken, Arztpraxen oder sonstigen Einrichtungen stattfanden und stattfinden, sind mangels Zuständigkeit und mangels einer validen Datenlage nicht enthalten. Insofern ist die täglich übermittelte Zahl des Landkreises nicht dazu geeignet, eine aussagekräftige Impfquote für die Kreisbevölkerung herzuleiten.

Um sich dieser Zahl anzunähern kann folgende Rechnung (Stand: 06.05.2021) aufgestellt werden:

Erstimpfungen Impfzentrum / Mobile Impfteams (eigene Statistik):21.413
Erstimpfungen Arztpraxen (lt. KV RLP):10.523
Erstimpfungen Kliniken (Land RLP): 1.227
Erstimpfungen JVA (Land RLP): 610
Gesamt: 32.096

Allein unter Berücksichtigung dieser Daten kann von einer Impfquote von rund 30 Prozent der Kreisbevölkerung ausgegangen werden, was sowohl dem Bundes- als auch dem rheinland-pfälzischen Landesdurchschnitt entsprechen würde.

Das Landesimpfzentrum in Wittlich wird auch in Zukunft seinen Beitrag dazu leisten, die Impfquote stetig zu erhöhen. Sicherlich ist Ihnen aufgefallen, dass die Zahl der täglich durchgeführten Erst- und Zweitimpfungen bei einem Wert von rund 450 Impfungen verharrt, obwohl die Kapazität des Impfzentrums deutlich höhere Impfzahlen zuließe. Dies ist nicht dem mangelnden Willen der Verantwortlichen, sondern schlichtweg den momentan gedeckelten Impfstoffkontingenten geschuldet.

So verimpft das Team des Impfzentrums, bestehend aus Ärzten, Apothekern, medizinischen Fachkräften und Verwaltungskräften wöchentlich die vom Land zur Verfügung gestellten etwas mehr als 3.000 Impfdosen an sieben Tagen die Woche. Nach aktuellen Kenntnissen wird das Land diese Kontingentzuweisung auch in den kommenden Wochen nicht erhöhen. Dies lässt allerdings nicht auf einen Impfstoffmangel schließen. Vielmehr werden darüber hinausgehend aktuell  die Arztpraxen verstärkt mit Impfstoffkontingenten versehen.

Die oben angeführten Impfzahlen belegen eindrucksvoll, welchen wertvollen Beitrag die niedergelassenen Ärzte zur Impfung der Bevölkerung beitragen.
Neben dem Impfen nimmt auch das Testen eine große Rolle in der Bekämpfung der Pandemie ein. Insbesondere Schnelltestungen sollen es uns ermöglichen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und den Alltag weitestgehend ohne Einschränkungen zu bestreiten. So haben sich Landkreis, Verbandsgemeinden und verbandsfreie Gemeinden frühzeitig auf den Weg gemacht, ein flächendeckendes Netz an Schnelltestzentren zu errichten, um den Bürgerinnen und Bürgern umfangreiche Testmöglichkeiten anzubieten.

Die Bürgerinnen und Bürger wissen dieses niedrigschwellige Angebot zu schätzen. Seit dem Start der Kampagne „Testen für alle“ wurden allein in den Schnelltestzentren der Kommunen bereits rund 24.000 Testungen durchgeführt, davon mehr als die Hälfte in der Corona-Teststation des Kreises in Wittlich. Mein herzlicher Dank gilt allen, die sich im Rahmen der Schnellteststrategie engagieren, insbesondere den Mitgliedern der Feuerwehren, der Hilfsdienste und den ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger in den Schnelltestzentren.

Liebe Bürgerinnen und Bürger, auch wenn die Inzidenz-Zahlen kürzlich nochmals deutlich anstiegen, besteht doch offenbar Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Selbst zurückhaltende Wissenschaftler deuten für die kommenden Monate eine Entspannung der pandemischen Lage an. Hoffen wir, dass es durch das Zusammenspiel von Impfen, Testen und dem verantwortungsvollen Handeln eines jeden Einzelnen gelingt, kurzfristig etwas mehr von unserem „alten Leben“ zurückzugewinnen.

Ich freue mich zusammen mit Ihnen auf die Zeit nach der Pandemie. Bleiben Sie gesund.

Ihr
Gregor Eibes
Landrat