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Ziel der Kreisentwicklung ist die gleichwertige Entwicklung der Teilräume des Landkreises unter Einbezug der nachhaltigen Entwicklung der Raum- und Siedlungsstruktur. Dabei bildet sie den Status quo eines Landkreises ab, definiert für bestimmte Schwerpunktbereiche Ziele und schlägt vor, auf welchem Weg diese erreicht werden können. Dies rechtfertigt zugleich ihren Anspruch, einerseits ein Mittel zur interkommunalen Verständigung zwischen Kreis und kreisangehörigen Gebietskörperschaften, aber andererseits, mit Blick auf die Ausgleichs- und Koordinierungsfunktion der Kreise, auch Grundlage der interkommunalen Kooperation zwischen den Gebietskörperschaften der gemeindlichen Ebene zu sein.

Die Aufgaben der Kreisentwicklung definieren sich über die Koordination und Unterstützung der verschiedensten Fachbereiche, Gebietskörperschaften und Initiativen. Die Kreisentwicklung tritt dabei neben die Fachplanung, vernetzt und unterstützt diese, bietet aber keinen Ersatz für sie.

Sie bewegt sich dabei in möglichen Handlungsfeldern wie der Förderung der regionalen Wirtschaft und Landwirtschaft, achtet auf Gewährleistung und Optimierung der zukünftigen Grundversorgung, fördert die Identifikation und regionale Identität und beschäftigt sich dabei unter anderem mit Klimaschutz und Energie.

Der strategische Entwicklungskorridor des Kreisentwicklungskonzeptes bietet hierbei den Rahmen für alle Projekte.

Einer der Schwerpunkte der Kreisentwicklung liegt auf dem EU-Programm LEADER. LEADER steht unter dem Motto "Bürger gestalten ihre Heimat". Innerhalb dessen werden umfassende, innovative und partnerschaftliche Ansätze zur Stärkung und selbstbestimmten Entwicklung ländlicher Regionen gefördert. Zentrale Elemente sind sektorübergreifende Ansätze, Nachhaltigkeit und eine aktive Bürgergesellschaft. Der Landkreis Bernkastel-Wittlich ist in 4 lokalen Aktionsgruppen (LAG) vertreten, wodurch die gesamte Kreisfläche, bis auf die Stadt Wittlich, abgedeckt ist. Der Sitz der  Geschäftsführung der LAG Mosel ist bei der Kreisverwaltung in Wittlich.

Herausforderungen wie der demographische Wandel, wachsender Gebäudeleerstand sowie die Schließung von Nahversorgungs- und Infrastruktureinrichtungen begegnet die Kreisentwicklung neuerdings mit der Initiative „Zukunfts-Check Dorf“. Hier werden Gemeinden und ihre Bürger motiviert im Sinne der Selbsthilfe die örtlichen Chancen und Herausforderungen zu erkennen und zukunftsfähige Strategien zu entwickeln.

Weitere Projekte und Initiativen, Gesellschaftsbeteiligungen und das sonstige Engagement der Stabsstelle Kreisentwicklung sind unter den jeweiligen Unterpunkten zu finden.