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Der demographische Wandel betrifft den Landkreis Bernkastel-Wittlich zunehmend mehr: Die Bevölkerung wird älter, die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter geht zurück, zunehmend mehr Gebäude stehen leer und Nahversorgungs- und Infrastruktureinrichtungen schließen. Mit diesen Herausforderungen werden große Teile des Landkreises zunehmend konfrontiert.

Das Anfang 2018 ins Leben gerufene Projekt „Zukunfts-Check-Dorf“ dient dazu, sich gegen die negativen Folgen des demografischen Wandels zu stellen und hier insbesondere die örtlichen Chancen und Herausforderungen zu erkennen, ins Bewusstsein zu rücken und entsprechende Strategien für die Zukunftsfähigkeit der Ortsgemeinden zu entwickeln. Der Fokus liegt dabei auf einer anwendungsorientierten Hilfestellung für die Praxis. Die Kampagne bietet einen schnellen Überblick über die Situation und Realisierungsmöglichkeiten zur Innenentwicklung. Im Mittelpunkt stehen hierbei zum einen die bauliche und soziale Entwicklung der Dörfer und Dorfkerne sowie das Flächenmanagement im Dorf aber auch die interkommunale Kooperation und eine Verantwortungsgemeinschaft zwischen Bürger, Politik und Verwaltung.

Ziel dabei ist es, in möglichst allen Ortsgemeinden des Landkreises Bernkastel-Wittlich Dorfentwicklungskonzepte zu erstellen. Der Einbezug der Bewohner ist dabei zentral: Zunächst werden im gemeinsamen Gespräch mit den Bürgern vor Ort in der Ortsgemeinde die Stärken und Schwächen ermittelt. Im Anschluss werden Arbeitskreise gegründet, die einen standardisierten Erfassungsbogen ausfüllen sollen. Diese Bestandsaufnahme bildet schließlich für die Arbeitskreise die Grundlage, Ideen zur Weiterentwicklung ihres Dorfes zu erarbeiten.

Das Projekt Zukunfs-Check Dorf ist zunächst auf 3,5 Jahre ausgerichtet. 30 Prozent der Kosten tragen die Gemeinden, 70 Prozent der Kosten werden durch das Land, das Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz gefördert.

Der Auftakt für das Zukunfts-Check Dorf war die Übergabe des Fördermittelbescheides durch den rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewenz an Landrat Gregor Eibes am 30. April 2018 in Klausen.