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Gerade junge Fahranfänger zeichnen sich durch Unerfahrenheit und Risikobereitschaft im Straßenverkehr aus. Der daraus resultierenden Unfallgefährdung soll mit einer zweijährigen Bewährungszeit entgegengewirkt werden. Individuelle Maßnahmen für den Fahranfänger, wie die Teilnahme an einem Aufbauseminar, die Verlängerung der Probezeit von 2 auf 4 Jahre und die verkehrspsychologische Beratung sollen bewirken, dass der auffällig gewordene Fahranfänger die Defizite in seiner Einstellung zum Straßenverkehr erkennt, sein Fahrverhalten überdenkt und positiv verändert.

Beim Fahranfänger auf Probe wurde neben dem Fahreignungs-Bewertungssystem eine weitere Gewichtung der Verkehrsauffälligkeit nach schwerwiegenden Delikten (z.B. Geschwindigkeitsüberschreitung) und weniger schwerwiegenden Delikten (z.B. technische Fahrzeugmängel) vorgenommen.

Sanktionsstufe

Verkehrszuwiderhandlung

Maßnahmen der Fahrerlaubnisbehörde

1. Stufe

Ein schwerwiegendes oder zwei weniger schwerwiegende Delikte

Die Teilnahme an einem Aufbauseminar wird angeordnet und die Probezeit verlängert sich um zwei Jahre.

2. Stufe

Ein weiteres schwerwiegendes oder zwei weitere weniger schwerwiegende Delikte

Verwarnung und die Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung wird empfohlen.

3. Stufe

Ein weiteres schwerwiegendes oder zwei weitere weniger schwerwiegende Delikte

Die Fahrerlaubnis wird entzogen.