RegioStrat - Strategische Regionalentwicklung
Starke Kerne - Starke Region
Mit dem Bundesprogramm „RegioStrat – Strategische Regionalentwicklung“ fördert das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) modellhafte Vorhaben, die regionale Strategien stärken, Daseinsvorsorge sichern und nachhaltige Zukunftsstrukturen in ländlichen Räumen aufbauen. Mit dem Programm RegioStrat stärkt das BMWSB die Regionen bei der Entwicklung strategischer Regionalentwicklungskonzepte (SREK‘s). Diese Konzepte setzen den Fokus auf zentrale, regionalspezifische Herausforderungen und priorisieren Maßnahmen zur Umsetzung. Strategische Regionalentwicklungskonzepte halten die individuellen Entwicklungsziele einer Region fest und benennen die Umsetzungsschritte.

Der Landkreis Bernkastel-Wittlich hat sich – in Abstimmung mit dem Landrat – zum 30. September 2025 fristgerecht mit dem Projekt „Starke Kerne – Starke Region. Förderung der Innenentwicklung im Landkreis Bernkastel-Wittlich“ beworben. Eine Bewilligung erfolgte mit Datum 19.01.2026.
Projekttitel: Starke Kerne - Starke Region: Förderung der Innenentwicklung im Landkreis Bernkastel-Wittlich (Förderkennzeichen: 10.05.08-25.04)
Fördermittelgeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
Bewilligungszeitraum: 20.01.2026 - 31.10.2028
Das Thema Innenentwicklung ist ein zentrales Ergebnis des Kreisentwicklungsprozesses, der seit 2019 vom Fachbereich Kreisentwicklung vorangetrieben wird. Sowohl im Kreisentwicklungskonzept als auch im Projekt „Zukunfts-Check Dorf“ wurde der Wunsch vieler Gemeinden nach konkreter Unterstützung bei Leerstandsaktivierung, Sanierung und Ortskernbelebung deutlich. Innenentwicklung wird damit als Schlüsselaufgabe für den ländlichen Raum verstanden.
Der Impuls zur Antragstellung und die inhaltlichen Vorarbeiten erfolgten im Rahmen des laufenden Förderprojekts „EM(H)powerment – Absorptionsfähigkeit stärken“ (seit Okt. 2024), das die strategische Fördermittelakquise und Projektentwicklung im Landkreis unterstützt. Der Maßnahmenkatalog des Projekts wurde in breiter Abstimmung mit den relevanten Fachbereichen der Kreisverwaltung, den hauptamtlichen Bürgermeistern sowie den für Bauen und Dorferneuerung zuständigen Sachbearbeitern der Stadt Wittlich, der Einheitsgemeinde Morbach und der Verbandsgemeinden entwickelt.
Zahlreiche Ortskerne im Landkreis leiden unter Leerstand, Unternutzung, komplexen Eigentümerstrukturen und hohen Sanierungskosten. Ergebnis ist oft der Donut-Effekt mit geschwächten Ortskernen. Mit Hilfe von RegioStrat will der Landkreis verschiedene Instrumente einsetzen (Innenentwicklungskataster, Beratung und Förderung von Eigentümern und Kommunen), um die Ortskerne strategisch weiterzuentwickeln und zu stärken. Im Ergebnis werden Flächen und Ressourcen gespart, Wohnraum bereitgestellt und die Infrastruktur vor Ort verbessert. Viele Akteure sind in das Projekt eingebunden, von den Gemeinden über die Wirtschaftsförderung, Architekten, die Handwerkskammer bis hin zu einer Hochschule.

Das Projekt ist auf drei Jahre (2026–2028) angelegt und wird in enger Kooperation mit der Stadt Wittlich, der EG Morbach und den Verbandsgemeinden durchgeführt. Die Umsetzung und Beteiligung an den vorgesehenen Maßnahmen soll grundsätzlich auf alle Gemeinden des Landkreises abzielen bzw. auch Bürger für das Thema sensibilisieren, die z. B. leerstehende Gebäude oder freie Bauflächen im Innenbereich besitzen. Das Projekt soll mit einem breiten Akteursnetzwerk umgesetzt werden. Neben den oben bereits genannten Gemeinden liegen auch Absichtserklärungen zur Mitwirkung als Netzwerkpartner von der Planungsgemeinschaft Region Trier, den vier Lokalen Aktionsgruppen (LEADER), der Architekten- und Handwerkskammer, der Kreishandwerkerschaft sowie der Hochschule Koblenz vor.