Große Resonanz auf ein Förderangebot mit direktem Mehrwert für Klima und Bürger. Der Landkreis Bernkastel-Wittlich zieht eine positive Bilanz seines Förderprogramms für private Balkonkraftwerke. Insgesamt wurden 1.333 Balkonkraftwerke im Landkreis mit jeweils 150 Euro bezuschusst. Damit konnten Bürgerinnen und Bürger unkompliziert dabei unterstützt werden, selbst Strom aus Sonnenenergie zu erzeugen und aktiv zur Energiewende beizutragen.
Für das Förderprogramm stellte der Landkreis insgesamt 200.000 Euro zur Verfügung. Die hohe Nachfrage zeigt deutlich das große Interesse der Bevölkerung an erneuerbaren Energien und an praktikablen Lösungen für den Klimaschutz im Alltag.
Die geförderten Anlagen erzeugen künftig zusammen rund 533.200 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Dies entspricht etwa dem Stromverbrauch von 150 Haushalten. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur dezentralen Energieversorgung im Landkreis und stärken die Nutzung erneuerbarer Energien direkt vor Ort.
Gleichzeitig ergibt sich daraus eine jährliche CO₂-Einsparung von rund 298.592 Kilogramm CO₂-Äquivalenten. Das entspricht knapp 299 Tonnen CO₂ pro Jahr, die durch den Betrieb der Balkonkraftwerke vermieden werden können.
Auch wirtschaftlich profitieren die Nutzerinnen und Nutzer: Pro Anlage lassen sich durchschnittlich rund 120 Euro Stromkosten jährlich einsparen. Balkonkraftwerke ermöglichen damit vielen Menschen – unabhängig davon, ob sie Eigentümer oder Mieter sind – einen einfachen Einstieg in die eigene Solarstromproduktion.
„Das Förderprogramm zeigt, dass Klimaschutz im Alltag einfach umsetzbar sein kann. Viele Menschen im Landkreis möchten selbst aktiv werden – und Balkonkraftwerke bieten dafür eine niedrigschwellige und wirksame Möglichkeit. Gleichzeitig profitieren die Bürger ganz konkret durch geringere Stromkosten“, freut sich Landrat Andreas Hackethal über den Erfolg des Förderprogramms.
Oft sind es gerade die kleinen Maßnahmen, die in ihrer Summe eine große Wirkung entfalten. Die Ergebnisse machen deutlich: Klimaschutz beginnt im Kleinen – auf dem Balkon, am eigenen Zuhause – und kann gemeinsam einen spürbaren Beitrag für die Region leisten.
Die Landesregierung unterstützt Kommunen bei Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels mit dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI), das ein Gesamtvolumen von 250 Millionen Euro umfasst. Ganz ohne finanzielle Eigenbeteiligung können die Kommunen aus einem Maßnahmenkatalog auswählen, was sie vor Ort umsetzen möchten. Dazu erhalten die Kommunen einen Pauschalbetrag von rund 44 Euro pro Einwohnerin und Einwohner.