Bildung

MINT-Fachtag in Wittlich stärkt Zusammenarbeit von Schule, außerschulischen MINT-Akteuren und Wirtschaft


Wie können Kinder und Jugendliche frühzeitig für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) begeistert werden und welche Rolle spielen dabei Schulen, Unternehmen und außerschulische Lernorte? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der MINT-Fachtag 2026, der im Überbetrieblichen Ausbildungszentrum (ÜAZ) Wittlich stattfand.

Vertreterinnen und Vertreter aus Bildung, Wirtschaft und MINT-Netzwerken nutzten die Veranstaltung als Austauschplattform, um bestehende Projekte vorzustellen und neue Kooperationen anzustoßen. Im Mittelpunkt stand die gemeinsame Arbeit der MINT-Geschäftsstelle Rheinland-Pfalz in Trier mit Schulen, Akteuren an außerschulischen Lernorten, der Industrie- und Handelskammer (IHK), der Handwerkskammer (HWK) sowie regionalen Partnern zur nachhaltigen Förderung von MINT-Kompetenzen.

Nach der Begrüßung der Teilnehmenden durch Benjamin Uhl, Geschäftsführer des Überbetrieblichen Ausbildungszentrum, Wittlich, informierten Tim Thielen und Carmen Fischer von der MINT-Geschäftsstelle Rheinland-Pfalz über aktuelle Programme und Entwicklungen der Förderung.

Anschließend stellten Schulvertreter und Vertreter außerschulischer Lernorte verschiedene Praxisbeispiele vor und gaben Einblicke in die erfolgreiche Umsetzung vor Ort:

Carina Altmeier, Schulleiterin der Grundschule Laufeld, stellte den Einsatz der Materialsets KiTec und NaWi sowie Projekttage zur Förderung naturwissenschaftlicher und technischer Fähigkeiten vor.

Annette Münzel, Leiterin der Stadtbücherei Wittlich, präsentierte die Angebote des Makerspace Wittlich, die Schülerinnen und Schülern einen kreativen und praxisnahen Zugang zu Handwerk, Technik und digitalen Technologien ermöglichen.

Stefanie Reis, didaktische Koordinatorin an der Realschule plus Traben-Trarbach und Pia Debald, Bereichsleitung Berufsorientierung, Überbetriebliches Ausbildungszentrum Wittlich und MINT-Regionalpatin für den Landkreis Bernkastel-Wittlich, erläuterten, wie das mobile Lernangebot, MakerMobil, MINT-Praxis direkt an Schulen bringt und insbesondere im Bereich der Berufsorientierung eingesetzt wird, aber auch am Tag der Realschulen plus, im Herbst 2025, mit Projekten vor Ort war.

Gerold Fischer, Überbetriebliches Ausbildungszentrum Wittlich, stellte die Entwicklung und die Perspektiven des MakerMobil vor und weist darauf hin, dass Honorarkräfte gesucht werden, die Projekte betreuen und umsetzen.

Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft stand im Mittelpunkt des Vortrags von Alexander Oster von der IHK Trier. Er zeigte Möglichkeiten der Bildungs- und Lernpartnerschaften auf und stellte die Programme der Wissensfabrik „IT2School“ und „City4Future“ als Beispiele für praxisnahe Kooperationen zwischen Unternehmen und Schulen vor.

Der Fachtag verdeutlichte, wie MINT-Kompetenzen von der Grundschule bis zur Sekundarstufe aufgebaut und umgesetzt werden.

Im Zentrum standen praxisnahe Zugänge zu Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik sowie deren Vermittlung durch moderne Lernformate wie Makerspaces und MakerMobil-Ansätze.

Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler früh für MINT-Berufe zu begeistern, handwerkliche, technische und kreative Fähigkeiten durch aktive und handlungsorientierte Lernerfahrungen zu unterstützen, schulische Berufsorientierungskonzepte mit praxisnahen und damit auch wirtschaftlichen Anforderungen zu verknüpfen und nachhaltige Kooperationsmodelle zu etablieren.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass eine enge Vernetzung zwischen Bildungseinrichtungen, außerschulischen Partnern und Wirtschaft entscheidend ist, um die MINT-Bildung in der Region weiter auszubauen und dem Fachkräftemangel langfristig entgegenzuwirken. Ko-operationen schaffen arbeitsmarktnahes Lernen, bereiten gezielt auf Berufsfelder vor, stärken Kompetenzen und fördern den Übergang von der Schule in den Beruf.

Weitere gemeinsame Formate sind bereits geplant, um die Region Rheinland-Pfalz weiterhin bei der Stärkung von MINT-Kompetenzen und beruflicher Orientierung zu unterstützen. Das MakerMobil ist ein Angebot des Überbetrieblichen Ausbildungszentrums Wittlich. Interessierte Schulen und Akteure aus der Bildungslandschaft können das MakerMobil über das Überbetriebliche Ausbildungszentrum Wittlich anfragen.

Die zuständigen Ansprechpartner informieren bei Fragen über die Angebote, das MINT-Regionalpatenprogramm und das MakerMobil.

Ansprechpartnerin für Einsätze des MakerMobils an Schulen und das MINT-Regionalpatenprogramm:

Pia Debald, ÜAZ Wittlich, Bereichsleitung Berufsorientierung / Berufsvorbereitung und ausbildungsbegleitende Projekte; MINT-Regionalpatin, pdebald@ueaz-wittlich.de, 06571 9787 17

Ansprechpartner für Akteure in der Region und interessierte Honorarkräfte zur Projektdurchführung: Benjamin Uhl, ÜAZ Wittlich, Geschäftsführer, buhl@ueaz-wittlich.de