Mit großem Engagement und hoher Beteiligung fand Ende Mai im Eventum Wittlich die bundesweite Präventionsinitiative „Trau dich!“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit im Landkreis Bernkastel-Wittlich statt. Ziel der Initiative ist es, Kinder zu stärken, über ihre Rechte aufzuklären und sie zu ermutigen, bei Grenzverletzungen und sexualisierter Gewalt Hilfe zu suchen.
Die Theatergruppe von Schultheater.de präsentierte das Präventionstheaterstück „Trau dich!“ in zwei Aufführungen vor insgesamt 557 Schülerinnen und Schülern aus 27 Klassen des sechsten Schuljahres von zehn Schulen des Landkreises. Das interaktive Theaterstück vermittelt kindgerecht, wie Kinder ihre Gefühle ernst nehmen, Grenzen setzen und sich vertrauensvoll an erwachsene Bezugspersonen wenden können.
Zur fachlichen Vorbereitung fanden bereits Ende April zwei Seminare für Lehrkräfte statt. Sie boten praxisnahe Impulse zur Gesprächsführung, zur Stärkung von Schutzfaktoren und zur Einbindung des Themas in den Unterricht. Ergänzend wurde ein Online-Elternabend durchgeführt, der Eltern über Inhalte der Initiative informierte und ihnen konkrete Hinweise gab, wie sie ihre Kinder im Alltag stärken können.
Die Umsetzung der Initiative wurde durch die Netzwerkkoordination Kinderschutz der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich organisiert. Beteiligt waren die Fachstelle Familienbildung des Kinderschutzbundes Bernkastel-Wittlich, die Schulsozialarbeit des Vereins Palais, Systemische Beratung Anika Wagner, die Lebensberatung Wittlich des Bistums Trier, das Haus der Jugend Wittlich und der Kinderschutzdienst des Kinderschutzbundes Orts- und Kreisverband Trier. Die enge Zusammenarbeit dieser Institutionen ermöglichte eine umfassende pädagogische Begleitung der Initiative und stärkte die regionale Präventionsarbeit nachhaltig.
Mit der erfolgreichen Durchführung der Initiative „Trau dich!“ setzt der Landkreis Bernkastel-Wittlich ein deutliches Zeichen für einen aktiven, verlässlichen Kinderschutz. Die Beteiligung der Schulen, die positive Resonanz der Kinder sowie die breite Unterstützung durch Fachkräfte und Eltern unterstreichen die Bedeutung des Themas.
