In jeder Ausbildung gibt es Höhen und Tiefen. Neben motivierenden Erfolgen gehören auch schwierige Phasen zum Alltag vieler Auszubildender: Konflikte im Ausbildungsbetrieb oder in der Berufsschule, Spannungen im persönlichen Umfeld oder Herausforderungen mit dem Lernstoff sowohl in der Theorie als auch in der Praxis.
Wenn Probleme und Auseinandersetzungen überhandnehmen, kann dies schnell zum Verlust von Motivation führen und zu einer ernsten Belastung werden. Im schlimmsten Fall droht sogar der Abbruch der Ausbildung. Umso wichtiger ist es, frühzeitig gegenzusteuern, Konflikte zu entschärfen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln, bevor sich Situationen zuspitzen.
Genau hier setzt das Projekt „Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen“ des Überbetrieblichen Ausbildungszentrums (ÜAZ) Wittlich an.
Ziel ist es, Auszubildende sowie alle am Ausbildungsprozess Beteiligte frühzeitig zu unterstützen und Wege aus Krisensituationen aufzuzeigen. Im Mittelpunkt steht dabei der gemeinsame Dialog: Ursachen von Konflikten werden identifiziert, Perspektiven ausgetauscht und Lösungen entwickelt, die für alle Seiten tragfähig sind, damit Ausbildung gelingt.
Das im Projekt eingesetzte Fachpersonal verfügt über langjährige Erfahrung in der Aus- und Weiterbildung junger Menschen. Durch individuelle Begleitung unterstützen sie Auszubildende, Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Lehrkräfte dabei, Konflikte zu bewältigen und eine positive Lern- und Arbeitsatmosphäre zu fördern. Die Bedürfnisse und Sorgen aller Beteiligten werden ernst genommen mit dem klaren Ziel, Motivation und Interesse zu erhalten beziehungsweise wiederherzustellen und Ausbildungsabbrüche zu vermeiden, um so erfolgreiche Abschlüsse zu ermöglichen.
Das Unterstützungsangebot richtet sich an junge Menschen unter 30 Jahren, die sich in einer Ausbildung oder Einstiegsqualifizierung befinden und mit Schwierigkeiten im Betrieb, in der Berufsschule oder im sozialen Umfeld konfrontiert sind. Ebenso angesprochen sind Auszubildende, die einen Abbruch erwägen oder deren Ausbildung aus anderen Gründen gefährdet ist. Auch für Fälle, in denen der Übergang von einer Einstiegsqualifizierung in ein reguläres Ausbildungsverhältnis unsicher erscheint, bietet das Projekt wertvolle Unterstützung. Darüber hinaus versteht sich das Projekt als zentrale Anlaufstelle für Ausbilderinnen und Ausbilder in Unternehmen, Fachkräfte in Einstiegsqualifizierungen, Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen sowie für Erziehungsberechtigte. Gemeinsam arbeitet man daran, jungen Menschen eine stabile Perspektive zu geben, um ihre Ausbildung erfolgreich zum Abschluss zu führen.
Das Projekt wird durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) und aus Mitteln der Nikolaus Koch Stiftung, Trier gefördert. Die Nikolaus Koch Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung, die sich seit 1993 in den Bereichen Bildung und Hilfe für Menschen mit Behinderung in der Region Trier engagiert
Weitere Informationen erhalten Interessierte direkt beim Überbetrieblichen Ausbildungszentrum (ÜAZ-Wittlich), 06571 97870, info@ueaz-wittlich.de, www.ueazwittlich.de/vermeidung-von-ausbildungsabbruechen.