Musikschule

Gelungene Vorstellung des neuen Filmes der Reihe „Vorhang auf!“ über Clara Viebig in Eisenschmitt


Das Clara Viebig-Zentrum in Eisenschmitt wartete am Samstag, den 18. April mit einer besonderen Veranstaltung auf: Der Verein Kultur und Geschichte Eisenschmitt hatte zu einem Film-Preview in das Zentrum eingeladen. Und der neue Film aus der Reihe „Vorhang auf“ der Musikschule des Landkreises Bernkastel-Wittlich über die berühmte Schriftstellerin Clara Viebig und über Eisenschmitt lockte viele interessierte Gäste an.

So konnte der Leiter des Zentrums Georg Fritzsche neben Landrat Andreas Hackethal, auch den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wittlich-Land Manuel Follmann, den ehemaligen Verbandsgemeindebürgermeister von Manderscheid Walter Densborn sowie Ortsbürgermeister Ulrich Simon begrüßen. „Diese dokumentierten mit ihrem Kommen die große Bedeutung der Schriftstellerin, deren Werke in 17 verschiedenen Ländern veröffentlicht wurden,“ so Georg Fritzsche. Er dankte besonders Carolin Welter, der Leiterin der Kreismusikschule Bernkastel-Wittlich sowie dem Bläsertrio der Musikschule (Johannes Schneider, Trompete, Julian Schneider, Posaune und Moritz Hofer, Posaune unter der Leitung von Jochen Hofer). Es sei „eine Ehre, dass die Musikschule auch Eisenschmitt als Station des Videoprojektes „Vorhang auf!“ ausgewählt habe. Ein Projekt, das unter Gesamtleitung von Peter Mohrs und fachkundiger Unterstützung durch den Kameramann Heribert Geiter besondere Orte des Landkreises mit Musik und Texten beleuchte“, so Georg Fritzsche.

Landrat Hackethal zeigte sich beeindruckt vom Clara Viebig-Zentrum mit seinen vielfältigen Exponaten und stellte die Bedeutung der im Jahre 1860 in Trier geborenen Schriftstellerin heraus, die um 1900 zu den am meist gelesenen Autorinnen Deutschlands zählte. Dass es die erwiesene Eifel-Freundin vor Ort erst über viele Jahre hinweg schaffte, ihren verdienten Platz als national anerkannte Autorin zu bekommen, erinnere ihn an die ähnlich gelagerten Diskussionen um den Filmemacher Edgar Reitz („Heimat“) in dessen Heimatdorf Morbach.

Beim Projekt „Vorhang auf!“ mit seinen mittlerweile 14 Videos verschmelzen Musik, Film, Sehenswürdigkeiten und regionale Geschichte zu einem Gesamterlebnis, das sowohl gut unterhält als auch bildet sowie das reiche kulturelle Erbe des Landkreises hervorhebt und sichtbar macht.

Neben der Musik des Bläsertrios war der kurzweilige Vortrag des profunden Viebig-Kenners Alois Mayer einer der Höhepunkte. Mayer empfahl Viebig-Einsteigern den Roman „Das Weiberdorf“, der in Eisenschmitt spielt und das harte Leben der Menschen um 1900 äußerst naturalistisch, zugleich aber auch mit großer Empathie schildert. Darüber hinaus erheiterte er die Zuhörer mit einem bemerkenswerten, selbst verfassten Zwiegespräch zwischen der altehrwürdigen Eisenschmitter Kirche mit dem jungen Eisenschmitter Brunnen am Kirchplatz.

Dann war es endlich soweit: Der mit Spannung erwartete Film erlebte sein Debüt und erhielt wegen der kurzweiligen Verbindung von Musik und Texten viel begeisterten Applaus. Die Filmreihe, die von der Eckart Prüm-Stiftung (Frankfurt) finanziert wurde, ist unter www.bernkastel-wittlich.de/vorhang-auf zu finden.