Katastrophenschutz

Katastrophenschutzbesprechung 2026 in Wittlich


Zur jährlich stattfindenden Katastrophenschutzbesprechung kamen auch in diesem Jahr Führungskräfte der Feuerwehren und Hilfsorganisationen sowie eine Vielzahl von Vertretern der Kommunalverwaltungen, der Polizei, des Justizvollzugs, der Bundeswehr, des Rettungsdienstes, der Energieversorgung, der Straßen- und Autobahnverwaltung, der Forstverwaltung und weiterer Dienststellen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen, Einsatzmöglichkeiten und die Zusammenarbeit im Katastrophenschutz auszutauschen.

Der diesjährige Themenschwerpunkt lag auf den sogenannten CBRN-Gefahren, also Gefahren durch chemische, biologische sowie radioaktive und nukleare Stoffe. Im Rahmen der Veranstaltung konnten die Fahrzeuge des Gefahrstoffzuges besichtigt und verschiedene Einsatzmöglichkeiten vorgestellt werden. Während die Teileinheit Altrich eine Dekontaminationsstrecke für Personen präsentierte, demonstrierte das THW eine Dekontaminationsstrecke für Fahrzeuge. Diese kann beispielsweise im Fall einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zum Einsatz kommen. Dabei wurde anschaulich gezeigt, welche Maßnahmen im Rahmen einer Dekontamination erforderlich sind und wie die verschiedenen Einsatzorganisationen bei einer entsprechenden Schadenslage zusammenarbeiten.

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der Vorstellung neu beziehungsweise zusätzlich, in Dienst gestellter Einsatzmittel. Hierzu zählt der CBRN-Erkundungswagen (CBRN-ErkW). Dabei handelt es sich um ein hochkomplexes Messfahrzeug, das für die Erkundung und Messung bei unterschiedlichen CBRN-Gefahren eingesetzt werden kann. Das Fahrzeug hat einen Wert von rund 320.000 Euro und ist künftig bei der Teileinheit Morbach des Gefahrstoffzuges stationiert. Der CBRN-Erkundungswagen verbleibt im Besitz des Bundes und steht für Einsätze in der Verfügungsgewalt des Landkreises.

Ebenfalls wurde das vom Land erworbene Wechselladerfahrzeug (WLF) mit einer neuen Mulde in Dienst gestellt. Damit wird ein weiterer wichtiger Baustein der neuen Katastrophenschutzverordnung umgesetzt und die Ausstattung für zukünftige Einsatzlagen erweitert.

Darüber hinaus wurde der vom Land erworbene Rüstwagen (RW) offiziell in Dienst gestellt. Dieser wird als Bestandteil des Katastrophenschutzzuges 2 in der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues bei der Feuerwehr Neumagen-Dhron stationiert.