Jagd

Starker Anstieg der Schwarzwildbestände im Kreisgebiet


Der Landkreis Bernkastel-Wittlich ist traditionell durch einen hohen Schwarzwildbestand geprägt. Bereits vor einigen Jahren hat der Kreisausschuss darauf reagiert und unter anderem eine „ASP-Abschussprämie“ eingeführt sowie die Erstattung der Trichinenuntersuchungsgebühr bei Frischlingen mit einem Gewicht von unter 20 Kilogramm beschlossen.

Nach Einschätzung des Kreisjagdmeisters Franck Neygenfind und der Unteren Jagdbehörde der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich ist in diesem Jahr dennoch ein erheblicher Anstieg der Schwarzwildbestände im Kreisgebiet festzustellen. Die Jägerschaft hat in den vergangenen Jahren bereits einen erheblichen zeitlichen und persönlichen Aufwand betrieben, um die Bestände zu regulieren. Dies zeigt sich auch in den entsprechenden Abschusszahlen.

„In diesem Jahr stehen wir allerdings vor einer außergewöhnlichen Herausforderung. Deshalb appellieren wir an alle Jägerinnen und Jäger im Landkreis, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten alle geeigneten Maßnahmen zu nutzen, um die Schwarzwildbestände zu reduzieren“, erklärt Kreisjagdmeister Franck Neygenfind.

Bereits jetzt nehmen die durch Schwarzwild verursachten Wildschäden in einigen Gebieten des Landkreises bedrohliche Ausmaße an. Hinzu kommt das Risiko eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Bei einer hohen Schwarzwilddichte wäre die Bewältigung eines solchen Ausbruchs mit erheblichen Herausforderungen verbunden. Der Kreisjagdmeister und die Untere Jagdbehörde bitten deshalb darum, auf Maßnahmen und Restriktionen, die eine wirksame Bejagung unnötig erschweren, nach Möglichkeit zu verzichten. Besonders hingewiesen wird auf die Möglichkeit revierübergreifender Bewegungsjagden. Diese haben sich neben anderen etablierten Jagdmethoden in der Vergangenheit als wirksames Instrument zur Reduzierung der Schwarzwildbestände erwiesen. Auch die Jagdverpächter werden ausdrücklich gebeten, die Jagdausübungsberechtigten bei den erforderlichen Maßnahmen zur Bestandsregulierung nach Kräften zu unterstützen.